Abiturienten der Gesamtschule reißen Macht an sich

Auch Schulleiterin Monika Hahn wurde von den Spritz-Attacken nicht verschont. ▪

KIERSPE ▪ Endlich ist es geschafft – die Mühsal des Lernens und der Prüfungsstress überstanden, das Abitur in der Tasche. Da konnte die Abiturienten des Jahrgangs 2012 nichts mehr halten und der Abisturm brach los. Auf ihren schwarzen T-Shirts verkündeten sie ihr Motto: YABI – Dubba Doo Endlich raus aus der Kreidezeit.

Und dann herrschte der Ausnahmezustand vor der Gesamtschule Kierspe. Die Abiturienten hatten in akribischer Planung und Vorarbeit die Schule in den Eingangsbereichen total verwüstet. Tage und Wochen vorher wurde geplant und das nötige Kleingeld für die vielen Utensilien zusammen getragen. Eine Unmenge von Kartons, Papierstapel versperrten mit umgelegten Tischen und Bänken den Weg. Und so war in den Eingangsbereichen kein Durchkommen möglich. Aber daran war ja sowieso nicht zu denken, denn die kreativen Abiturienten hatten Lehrer und Schüler ausgesperrt und alle Schlüssel einkassiert.

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Abisturm an der Gesamtschule

Daran konnte auch Schulleiterin Monika Hahn nichts ändern. Die ausgelassene Menge machten regelrecht Jagd mit ihren Spritzattacken mit ihren monströsen Wasserwerfern auf alle anderen Lehrkräfte und Schüler. Besonders die Zugänge zur Schule wurden von den schwer bewaffneten jungen Leuten beherzt verteidigte. Im Eingangsbereich zum PZ sah es aus wie im Spieleparadies großer Möbelkaufhäuser.

4000 bunte Luftballons versperrten hier den Weg. Die hatten die Abiturienten am Vortag bis in die Nacht hinein aufgeblasen und dort deponiert. Im Oberstufenbereich herrschte Steinzeitflair. Dort war alles auf alt geschmückt für ein perfektes Höhlendinner. Nachdem die wartenden Schülerinnen und Schüler mächtig mit den riesigen Wasserwerfern bespritzt worden waren und nach der fetzigen Musik aus dem Festwagen, zu der ausgelassen getanzt wurde, waren die Lehrer an der Reihe. Sie mussten um die Schüssel kämpfen und sich den umfangreichen Fragen von Festkomitee-Leiterin Anna Seibert stellen.

Dabei galt es viele Wissens- und Schätzfragen zu beantworten. Doch damit nicht genug, auch sportlich mussten die Lehrkräfte ran und sich im Wettstreit messen. An den Beinen zusammen gebunden, traten zwei Mannschaften an und eroberten sich so ihr Territorium wieder zurück. Als die Türen geöffnet waren, hatten besonders die jüngeren Schülerinnen und Schüler großes Vergnügen daran, die unzähligen Luftballons zu zertreten. Die Abiturienten machten sich sodann hinter dem Traktor und Festwagen, der von Marc Feltens zur Verfügung gestellt wurde, mit Polizeieskorte auf den Weg zur Bismarckschule. Lautstark und unter den unüberhörbaren stimmungsvollen Rythmen zogen die Jugendlichen freudig durchs Dorf. Sie kündigten sich schon von weiterem an und wurden an der Bismarckschule von den dort wartenden Grundschülerinnen und Schülern begeistert empfangen. Einige von den Abiturienten, die ihre Grundschulzeit in der Bismarckschule verbracht hatten, begrüßten freudig ihre ehemaligen Lehrerinnen. Auch hier hatte Festkomitee-Vorsitzende Anna Seibert das Heft, sprich das Mikrophon, fest in der Hand und dirigierte das Geschehen. Die jungen Schülerinnen und Schüler machten freudig bei den lustigen Spielen mit, zu denen sie von Anna Seibert aufgefordert waren. Zur Belohnung gab es jede Menge Bonbons. „Es ist zwar nicht Fasching“, rief Anna Seibert den Bismarck-Schülern zu. Aber es war ausreichend für alle da und so stüzten sich die ▪ bel

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