Abitur ist der Schlüssel zu einer neuen Lebensphase

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Ein Geschenk gab es auch für Jahrgangsleiter Armin Labuhn. ▪

KIERSPE ▪ „Zum ersten Mal hat mir ein Motto wieder so richtig gut gefallen“, sagte Schulleiterin Monika Hahn bei ihrer Festansprache während des Abiballs der Kiersper Gesamtschule. „MAbigascar“ in Anlehnung an den Trickfilm „Madagasca“ ließ viele Parallelen zwischen Film und Wirklichkeit zu. Auch mit der tierischen Dekoration war das PZ in einen kleinen Dschungel verwandelt worden.

Zu ihrer Abschiedsfeier wurden die Abiturientinnen und Abiturienten und auch alle Gäste von Jahrgangsleiter Armin Labuhn, Oberstufenleiter Rolf Muck und den Schülersprechern Ceylan Yavuz und Julian Junge begrüßt. Schulleiterin Monika Hahn hatte in ihrer Rede sehr treffend und humorvoll das Thema aufgegriffen. Wie auch die Tiere im Zoo, die sich unterhalten lassen, den Schutz der Einrichtung genießen, Freundschaften schließen und zusammen Spaß haben und die täglichen Unterhaltungsshows lieben, hätten ja auch die Schülerinnen und Schüler die Annehmlichkeiten dieser Schule genossen. Doch wie im Film bleibe auch hier der kleine Stachel der Unzufriedenheit. Die Tiere im Film wollen die Freiheit. Sie suchen das Abenteuer in der großen Welt. Sie landen in der Wildnis. Dach bald kommt die Ernüchterung und die Sehnsucht nach der guten alten Zeit. „Es gibt noch ein anderes schönes Bild aus der Tierwelt – ein reales, nicht virtuelles“, sagte Monika Hahn. „Wenn die Zeit gekommen ist, dann wirft der Adler sein Küken aus dem Nest, damit es fliegen lernt. Er begleitet es aber weiter bis der Tag kommt, an dem der kleine Adler alleine fliegen kann. Viele haben Euch begleitet, aufgefangen, unterstützt und wieder herausgefordert“, sagte Monika Hahn. „Jetzt seid ihr flügge, ihr seid reif, ihr könnt alleine fliegen.“ Jetzt heiße es Loslassen, das Leben geschehe jetzt, das Heute will gelebt, das Morgen muss gestaltet werden. „Traut Euch, fliegt, lebt und bleibt in jeder Hinsicht in Bewegung, getreu eurem Motto: We like to move it.“

Mit dem ersten Vers aus Marius Müller-Westernhagens Lied Freiheit begrüßte Bürgermeister Frank Emde alle Anwesenden. In der ersten Zeile des Liedes heiße es „Die Verträge sind gemacht...“ – Verträge seien es zwar nicht, die die Abiturienten nun in ihren Händen halten, dafür aber ihr Zeugnis der Reife. Der Bürgermeister betonte, dass ihnen mit diesem höchsten Schulabschluss alle Studien- und Ausbildungsrichtungen sowie alle Karrieremöglichkeiten offen stünden. „Nutzen Sie ihre Freiheit, um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Mit ihrem Abitur halten Sie den Schlüssel zu dieser neuen Lebensphase in Händen“. Es kämen sicher auch viele Schwierigkeiten auf die jungen Leute zu und die Zukunft zu meistern werde nicht leicht, aber das war es eigentlich nie, führte Emde weiter aus. Am Ende seiner Rede zitiere der Bürgermeister noch einmal Marius Müller-Westernhagen: „Alle die von Freiheit räumen, sollten`s Feiern nicht versäumen“ und damit wünschte er den Abiturienten eine wunderschöne Abschlussfeier.

„Was war das für ein Jahr – was wird in Erinnerung bleiben“ sagte Rolf Muck, der sich gemeinsam mit Armin Labuhn in den abwechselnd gehaltenen Reden die Bälle zuspielte und die beide auf ganz unterschiedliche Weise das vergangene Jahr noch einmal äußerst humorvoll Revue passieren ließen. Dafür ernteten sie großen Beifall. Armin Labuhn dankte den Eltern und Großeltern, die in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler so tatkräftig unterstützt hätten. „Dieser Jahrgang hat mit 108 Schülern begonnen. Einige haben die Schule gewechselt, einige haben nach der 12. Klasse die Fachschulreife erlangt, 85 haben nach der 13. die Zulassung zur Abiprüfung erhalten, 83 haben sie bestanden“, so der Jahrgangsstufenleiter. „Der Durchschnitt beträgt 2,61. Das ist das beste bisher erzielte Ergebnis“, sagte Labuhn. Dabei setze sich ein Trend fort, denn zumindest in der Schule hätten die Frauen das Ruder übernommen: Von den 83 Abiturienten sind 56 Frauen, neun der elf besten Ergebnisse haben Schülerinnen erzielt. Elf haben eine eins vor dem Komma. Das beste Ergebnis erzielte Johanna Hoster mit 1,0, gefolgt von Birgit Gruber, 1,1, und Ann-Christin Nitz mit 1,2.“

Das eine seien diese tolle Leistungen, das andere das tolle Klima, lobte beide Pädagogen ihren Jahrgang. „Ich habe in den 30 Jahren meiner Lehrertätigkeit noch keinen so netten Jahrgang kennen gelernt“, betonte Armin Labuhn. Für die musikalische Umrahmung sorgten Sebastian Haase und Peter Hoberg. Während der Zeugnisübergabe wurden die jeweiligen Lieblingslieder und ein Foto der betreffenden Abiturientin und Abiturienten aus Kindertagen eingespielt.

Nach dem Ende des offiziellen Teils waren alle zu einem Buffet eingeladen. So gestärkt ging es später mit den fetzigen Klängen der Abiband mit Sängerin Johanna Hoster, am Bass Arthur Breitenbach, der Gitarre Thomas Cross und am Schlagzeug Julian Junge weiter. Die Band heizte dabei so richtig ein und sorgte für ausgelassene Stimmung. Auch als Sabrina Kutzey, Jessica Schröter, Kristina Moor, Cenvi Mao, Aliki Parmenidou und Yasemin Duman Tänze der verschiedenen Nationen aufführten, waren die Besucher begeistert. Danach riefen die Moderatoren Ceylan Vavuz und Julian Junge die Leistungsstufenlehrer auf die Bühne. Bei ihnen bedankten sich die Schüler mit netten Präsenten. Die gab es auch für Schulleiterin Monika Hahn. Zum Abschiedslied kamen dann alle auf die Bühne, um sich von ihren Gästen zu verabschieden. Danach ging die Party erst so richtig los.

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