Kreisstraße 44 und Schulumfeld werden vom Müll befreit

Zwei Familien unter den Abfallpaten

Abfallpatenschaft Stadt Kierspe - Ausrüstung
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Solch eine Grundausstattung erhält jeder Abfallpate: Handschuhe, Greifer, Müllsäcke und einen Ausweis.

Heidi Ellebrecht hat den Stein ins Rollen gebracht: Ihre Idee einer Abfallpatenschaft stieß im Rathaus auf offene Ohren und wurde letztlich in die Tat umgesetzt – mit dem Ziel, dass Heidi Ellebrecht nicht die einzige Abfallpatin in Kierspe bleibt.

Kierspe - So kann sich Bürgermeister Olaf Stelse nicht nur über die erste Abfallpatenschaft freuen, denn mittlerweile wurden vier weitere Paten entsprechend ausgestattet. Ihnen ist ebenso wie der Rönsahlerin zu eigen, dass sie viel und gerne unterwegs sind, spazieren gehen. Dabei kann man dann auch regelmäßig den vielen Müll, über den man sich ärgert, aufheben. So dürfen sich auch alle anderen künftig freuen, dass die Natur an der Kreisstraße 44 von Höhlen bis zur Kreisgrenze sowie angrenzende Waldwege „abfallfrei“ werden. Gleiches gilt für das Umfeld der Servatiusschule sowie auch den Haarhauser Weg, für die nun Abfallpaten verantwortlich zeichnen, freiwillig regelmäßig den Müll zu sammeln.

„Im Umfeld der Servatiusschule geschieht dies schon seit längerer Zeit“, weiß Verwaltungsmitarbeiterin Regina Semeraro. Den Müll müssen die Abfallpaten nun aber nicht mehr über die eigene Tonne entsorgen, sondern sie können ihn am Bauhof abgeben. Dafür haben sie einen Ausweis erhalten. Und auch ein Greifer, Handschuhe sowie Müllsäcke gehören zu der Ausstattung, die eine Abfallpatin beziehungsweise ein Abfallpate von der Stadt erhält. Da es zweifellos noch viele andere Straßen, Wege und Plätze gibt, auf denen immer mal wieder Müll herum liegt, weil achtlos weggeworfen, dürfen sich noch viele weitere Kiersperinnen und Kiersper melden, um eine Patenschaft zu übernehmen.

Greifer, Müllsäcke und mehr

Ausgestattet werden sie mit einem Ausweis, der es ermöglicht, den eingesammelter Müll am Bauhof abzugeben. Hinzu kommen Arbeitshandschuhe – die gibt es in verschiedenen Größen – ein Greifer und Müllsäcke. Das Ganze geschieht freiwillig und ohne Zwang oder Druck. Soll heißen, wie oft ein Abfallpate mit Greifer und Müllsack loszieht, bleibt ihm überlassen.

Gleiches gilt für den Weg, die Straße beziehungsweise das Gebiet, in dem Müll gesammelt wird, auch dies kann der Abfallpate selbst aussuchen. Einerseits wird dadurch die Umwelt ein Stückchen sauberer. Auf der anderen Seite soll es aber auch für andere eine kleine Mahnung sein, keinen Müll achtlos in die Natur zu werfen.

Damit es einen erzieherischen Effekt gibt, so hatte Heidi Ellebrecht vorgeschlagen, sollten auch Kinder und Jugendliche in das Sammeln eingebunden werden – dies ist bei den neuen Paten zumindest teilweise schon ein wenig gelungen. Denn darunter sind zwei Familien, die diese Aufgabe übernommen haben. Es dürfen natürlich auch größere Gruppen sein, denn: „Das stärkt auch die Gemeinschaft“, hatte der Bürgermeister betont.

Das stärkt auch die Gemeinschaft.

Olaf Stelse, Bürgermeister der Stadt Kierspe

Kiersperinnen und Kiersper, gleich, ob Einzelperson, Nachbarschaft oder Anwohnergemeinschaft, müssen sich für eine Abfallpatenschaft nur an Regina Semeraro, Tel. 0 23 59/66 11 41, E-Mail r.semeraro@kierspe.de, wenden. Dort gibt es einen Anmeldebogen. Alles freiwillig und zeitlich nicht festgelegt.

Denn beim Aufruf der Stadt heißt es: „Ein sauberer und gepflegter Zustand von Wohngebieten, Straßen und öffentlichen Anlagen prägt das Image einer Stadt. Für die Sauberkeit einer Stadt zu sorgen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und eine Herausforderung, die nur gemeinsam angenommen werden kann.“

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