Abfallentsorgung künftig in städtischer Regie

Ulrich Herrmann erläutert für die Linke eine Anregung an die Räte von Kierspe, Meinerzhagen, Halver und Schalksmühle.

KIERSPE ▪ Wenn es nach der Linken geht, stellen sich die vier Kommunen Kierspe, Meinerzhagen, Halver und Schalksmühle in Zukunft der Aufgabe, gemeinsam die Müllentsorgung in ihrem Bereich zu rekommunalisieren. Eine entsprechende Anregung wird jetzt gemacht und soll in die jeweiligen Räte eingebracht werden, wie jetzt der Kiersper Vertreter der Linken, Ulrich Herrmann, informiert. „Die bestehenden Abhängigkeiten von gewinnorientiert arbeitenden Entsorgern entfallen dann“, begründet er die Initiative.

Zudem würden sichere tariflich entlohnte Arbeitsplätze im heimischen Raum entstehen. Gewählte Kommunalpolitiker und Verwaltungen bestimmten künftig zudem wieder diesen wichtigen öffentlichen Aufgabenbereich in transparenter, bürgernaher Art und Weise. Ein weiterer Vorteil sei, dass alle Erträge in den Kommunen blieben und zur Senkung der Müllgebühren führen könnten.

Herrmann, der inzwischen auch Mitglied des Kreisvorstandes der Linken ist, verweist auf Bergkamen, wo genau eine solche Rekommunalisierung der Abfallentsorgung erfolgreich umgesetzt worden sei.

Außerdem: „Aus Umweltschutzgründen wäre es sinnvoll, den Mülltransport zur Verbrennungsanlage nach Iserlohn auf die Schiene zu verlagern. Einzelne Transporte über die A 45 würden dann entfallen“, ergänzt er. Zudem erwartet Herrmann, dass sich diese Güterverkehrverlagerung auf die Schiene langfristig auch günstig für den Erhalt des Streckenabschnitts auswirken könnte.

Die Idee der Linken ist dabei zudem, ob dieses Projekt nicht noch in das Strukturförderungsprogramm der Regionalen 2013 eingebracht und so eine Anschubfinanzierung erzielt werden könnte. Wie Ulrich Herrmann betont, dürfte es sich für alle Beteiligten und besonders die betroffenen Bürger lohnen, sich etwas näher mit diesem Vorschlag auseinanderzusetzen. ▪ rh

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