79-Jähriger wird in seinem Wagen eingeklemmt

+
Bevor der Verletzte ins Krankenhaus gebracht werden konnte, musste die Feuerwehr das Dach des Unfallwagens abtrennen, um den 79-Jährigen zu befreien. ▪

RÖNSAHL ▪ Mit schweren Verletzungen musste in der Nacht zu Dienstag ein 79-jähriger Kiersper ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Mann befuhr mit seinem Wagen am Montag gegen 22 Uhr die B 237 aus Ohl kommend in Richtung Rönsahl. Kurz vor der Kreisgrenze kam das Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß mit der rechten Front gegen einen Baum. Nach diesem Zusammenprall drehte sich der Wagen, überschlug sich und kam auf der Gegenfahrbahn zum Stehen.

Der Fahrer wurde in dem Fahrzeug eingeklemmt und konnte von dem herbeigerufenen Rettungsdienst nicht befreit werden. Deshalb wurden die Löschzüge 3 (Rönsahl) und 1 (Wehestraße) der Kiersper Feuerwehr benachrichtigt. Die Wehr war kurz darauf mit sieben Fahrzeugen und 39 Einsatzkräften zur Stelle, um dem Senior zu helfen.

Bevor die Retter aber mit ihrer Arbeit beginnen konnten, stabilisierten die Mitarbeiter des Rettungsdienstes den Schwerverletzten. Um den Mann möglichst schonend aus seinem Wagen zu holen, trennten die Wehrleute das Dach des Fahrzeuges ab.

Nach der Bergung des 79-Jährigen wurde dieser zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

An der Unfallstelle beträgt die Höchstgeschwindigkeit 100 Kilometer pro Stunde – trotz derzeit noch fehlender Fahrbahnmarkierungen. Fahrer, die in Richtung Ohl unterwegs sind, müssen vor einer Kurve zwar auf Tempo 70 abbremsen, doch diese Beschränkung ist kurz vor der Unfallstelle wieder aufgehoben.

Nach Auskunft von Philipp Ising, Pressesprecher des Oberbergischen Kreises, bestehe in der Gegenrichtung keine Veranlassung für eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Es gebe lediglich Schilder, die auf den Straßenzustand nach der Sanierung der Deckschicht hinweisen würden.

Die Straße blieb für mehr als zwei Stunden in beide Richtungen gesperrt. Da die zuständige Polizei aus dem Oberbergischen Kreis einen anderen Einsatz hatte, übernahmen Beamte aus Meinerzhagen den Unfall auf Wipperfürther Stadtgebiet.

Für die Angehörigen des Löschzuges 1 war der Dienst nach dem Einsatz in Rönahl noch nicht beendet. Kaum waren die Freiwilligen in ihr Gerätehaus zurückgekehrt und hatten die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt, wurden sie erneut an die Wehestraße gerufen. Verantwortlich dafür war die Brandmeldeanlage eines Industriebetriebes an der Osemundstraße. Vor Ort stellte sich dann aber heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. ▪ Johannes Becker

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare