Über 4000 Fragebögen: Kiersper Senioren haben das Wort

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Freuen sich, dass 4507 Fragebögen in der kommenden Woche an die Kiersper Senioren verschickt werden: Manuela Lellwitz, Oliver Knuf, Ronja Wenzel und Ulrich Fülber (von links).

Kierspe - Manuela Lellwitz, Vorsitzende des Seniorenbeirats, freute sich darüber, dass Bürgermeister Frank Emde sofort auf die Initiative des Gremiums eingegangen war und für die Seniorenbefragung nicht nur die Finanzierung, sondern auch tatkräftige Unterstützung der Verwaltung zugesagt hatte.

Es ist nach einem Jahrzehnt die Neuauflage, denn im Jahr 2008 hatte es zum ersten Mal in Kierspe einen vierseitigen Fragebogen gegeben, mit dem alle 60-Jährigen und Älteren mitteilen sollten, was ihnen in der Volmestadt fehlt und was gut und positiv ist.

Es sollte ein Stimmungsbild abgefragt werden, drückte es Oliver Knuf, Leiter des Sachgebiets Ordnung und Umwelt, aus. Von den vor zehn Jahren verschickten rund 3800 Fragebögen kamen 851 beantwortet zurück – das sind gerade einmal 22,4 Prozent, rechnete Knuf bei der Vorstellung der neuen Seniorenbefragung vor.

Fragebogen wurde deutlich gestrafft

Aus diesem Grund hat man sich dazu entschlossen, keinen „aufgeblähten“ Fragebogen zu versenden, sondern diesen deutlich zu straffen. Das hat auf der einen Seite Verwaltungsmitarbeiter Ulrich Fülber erledigt und zudem die Fragen mit dem Seniorenbeirat abgestimmt sowie entsprechend modifiziert, beziehungsweise geändert.

Nachdem dies abgeschlossen war, ging es ans „Handwerkliche“: Der Fragebogen sowie ein Anschreiben mussten ausgedruckt, gefaltet und in einen Briefumschlag gesteckt werden. „Ich bin froh, dass uns dabei zurzeit unsere Praktikantin Ronja Wenzel hilft“, verdeutlicht Oliver Knuf, dass diese Arbeit zwei Praktikanten rund zwei Wochen in Vollzeit beschäftigen würde.

650 Senioren mehr als vor zehn Jahren

Denn diesmal ist die Zahl der Senioren, die 60 Jahre und älter sind deutlich gestiegen: Insgesamt 4507 Kiersperinnen und Kiersper – also rund 650 Bürger mehr als noch vor zehn Jahren – werden Ende nächster Woche ein Schreiben von der Verwaltung erhalten, mit der Bitte, den Fragebogen anonym auszufüllen und zurückzusenden. Ein frankierter Rücksendeumschlag liegt bei, sodass alles kostenfrei ist.

Und sollte der Fragebogen verloren gehen, darauf weist Oliver Knuf hin, wird man diesen in Kürze auf der Internetpräsenz der Stadt zum Ausdrucken finden. „Wir werden natürlich beispielsweise auch eingescannte und per E-Mail zugesandte Fragebögen verarbeiten“, erklärt der Sachgebietsleiter, dass man dabei natürlich den Datenschutz einhalten werde.

„Wir wollen nicht nur eine Statistik, sondern auch etwas erreichen“, sagt Knuf. „Es sollen daraus Arbeitsaufträge entwickelt werden“, fügt Manuela Lellwitz hinzu. Vor zehn Jahren habe man viel gefragt, aber „wenig Futter“ für Veränderungen oder Verbesserungen erhalten. Das soll sich diesmal ändern: Lellwitz, Knuf und Fülber hoffen daher, dass bis zum 10. Dezember möglichst viele der 4507 Fragebögen zurückkommen, gleich ob per Post mit dem Freiumschlag, selbst in den Rathaus-Briefkasten eingeworfen oder auf anderen Wegen.

Ergebnisse soll es im Januar geben

Denn wenn auf Mängel oder Missstände hingewiesen und diese abgestellt beziehungsweise behoben werden können, profitieren nicht nur die Senioren, sondern alle davon – unabhängig davon, dass auch Jüngere einmal zu Senioren werden. Auf der anderen Seite, darauf wies die Vorsitzende des Seniorenbeirats hin, nehme die Zahl der Hochbetagten in Kierspe zu.

Die Ergebnisse dieser Befragung, die nach der Auswertung voraussichtlich im Januar vorgelegt werden können, geben nicht nur Ansätze für Arbeitsaufträge, sondern würden auch einen Verstärker-Effekt haben. Denn man könne bei anderen Institutionen mit den den Zahlen Druck machen – zum Beispiel bei der Kassenärztlichen Vereinigung, was die Versorgung mit Ärzten angeht. Für die Kiersper, die 60 Jahre und älter sind, sollte es Grund genug sein, sich an der Befragung zu beteiligen.

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