Erneut Fahren ohne Fahrerlaubnis

29-Jähriger erweist sich als unverbesserlich

Symbolbild Gericht4 Urteil Justiz
+
Das Amtsgericht verurteilte einen 29-jährigen Kiersper noch einmal zu einer Bewährungsstrafe.

13 Mal war ein Mann aus Kierspe bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Immer wieder hatte er sich dabei ohne Fahrerlaubnis auf der Straße bewegt, falsche Kennzeichen an sein Fahrzeug angebracht und gegen das Pflichtversicherungsgesetz verstoßen.

Meinerzhagen/Kierspe - Mehr als ein Jahr verbrachte er wegen solcher Delikte bereits im Gefängnis. Doch offenbar schreckte ihn all das nicht ab, denn kürzlich saß der 29-Jährige erneut dem Richter des Amtsgerichts Meinerzhagen gegenüber. Und wieder lautete der Vorwurf Fahren ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauch, Urkundenfälschung und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Zunächst war der Mann am 22. November vergangenen Jahres unerlaubterweise mit einem Fahrzeug in Kierspe unterwegs. Mit dabei: falsche Kennzeichen, aber keine Haftpflichtversicherung. Gerade einmal zwei Wochen später, am 8. Dezember, fiel der 29-Jährige in Kierspe Polizeibeamten erneut im Straßenverkehr auf. Er war mit seinem Zweirad unterwegs, hatte an diesem allerdings Kennzeichen vom Vorjahr, deutlich erkennbar an der Farbe, angebracht.

„Die Taten werden eingeräumt“, machte es der Verteidiger des Mannes im Gericht kurz. Der Richter konnte nicht fassen, den Angeklagten schon wieder vor sich sitzen zu haben. Vor allem deshalb nicht, weil der Kiersper zuletzt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde.

„Einfach nur so“

„Warum fahren Sie denn mit dem Ding, wenn Sie schon unter Bewährung stehen wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis? Sie haben vier Monate Gefängnis offen wegen so was.“ Ob es denn wenigstens einen besonderen Grund für die Fahrten gegeben hatte, wollte der Vorsitzende wissen. Das musste der 29-Jährige verneinen. Er sei „einfach nur so“ umhergefahren. Danach habe er das Gefährt aber verkauft.

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft forderte in seinem Plädoyer eine Strafe von einem Jahr ohne Bewährung und 18 Monate Fahrerlaubnissperre. Ein Urteil, das angesichts der Vielzahl an Vorstrafen durchaus gerechtfertigt wäre. Der Richter gab dem Mann allerdings noch eine Chance und verurteilte ihn zu zehn Monaten Haft auf Bewährung.

18 Monate Fahrerlaubnissperre

Der Angeklagte muss sich nach Rechtskraft des Urteils drei Jahre lang straffrei führen und mit einem Bewährungshelfer zusammenarbeiten. Was die Fahrerlaubnissperre anging, schloss sich der Richter der Forderung des Vertreters der Staatsanwaltschaft an.

Der Vorsitzende begründete die Aussetzung zur Bewährung damit, dass der Angeklagte inzwischen ein Kind und Arbeit habe. Aber: „Die Brücke ist wackelig. Wenn Sie jetzt noch was machen, müssen sie ein Jahr und zwei Monate absitzen“, mahnte der Richter davor, sich zu sehr über die Bewährungsstrafe zu freuen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare