Polizei stoppt zu schnellen Rollerfahrer

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(Symbolbild)

Kierspe - 27-jähriger Kiersper erhält noch einmal eine Chance: Urteil von vier Monaten Haft für erneutes Fahren ohne Fahrerlaubnis für die Dauer von drei Jahren zur Bewährung ausgesetzt.

Dass der Roller eines Kierspers zu schnell unterwegs war, fiel ein paar Polizisten in Hagen auf der Volmestraße sofort auf. Also stoppten sie den 27-Jährigen Volmestädter am 8. Mai und es kam zur Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Einen Führerschein hatte der Mann noch nie gehabt.

Das hatte ihn aber auch in der Vergangenheit nie davon abhalten können, umherzufahren. Ergebnis: 15 Eintragungen im Vorstrafenregister, meist wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Auch im Gefängnis hatte der Kiersper dafür bereits gesessen. „Warum lassen Sie es denn nicht einfach mal“, wollte der Richter im Amtsgericht Meinerzhagen, wo dem Mann der Prozess wegen der verbotenen Fahrt gemacht wurde, wissen.

„Das frage ich mich auch“, antwortete der 27-Jährige. Ob es einen wichtigen Grund für die Fahrt gegeben habe, hakte der Vorsitzende weiter nach. Nein, er sei nur zum Spaß gefahren, so der Angeklagte. Den Roller habe er aber direkt nach dem Vorfall verkauft. „Der ist also jetzt weg“, resümierte der Richter. Auch habe er jetzt einen Minijob und damit eine Beschäftigung in einem Betrieb. „Um nicht mehr auf dumme Ideen zu kommen“, erklärte der Angeklagte.

Am Ende entschied sich der Richter, dem Kiersper noch eine Chance zu geben. Er verurteilte ihn zu vier Monaten Haft, setzte die aber für die Dauer von drei Jahren zur Bewährung aus. Während dieser Zeit darf der Angeklagte keine neuen Straftaten begehen und muss 300 Euro an die Staatskasse zahlen. Kommt er dem nicht nach, droht der Widerruf der Bewährung. „Dass Sie eine Arbeit haben, ist ganz gut, aber versauen Sie es sich doch nicht“, entließ der Vorsitzende den 27-Jährigen.

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