Erneut großer Andrang beim Kinderkleiderbasar

Schon vor 9 Uhr wand sich am Samstagmorgen eine lange Menschenschlange über den Schulhof der Gesamtschule bis zum Eingang zur Mensa und dem pädagogischen Zentrum. - Fotos: Müller

KIERSPE - Es war noch längst nicht 9 Uhr, da wand sich am Samstagmorgen schon eine lange Menschenschlange über den Schulhof der Gesamtschule bis zum Eingang zur Mensa und dem pädagogischen Zentrum. Die meisten Wartenden waren vorsorglich mit großen Taschen oder Körben ausgerüstet, in der die „Beute“ nach einer erfolgreichen „Schnäppchenjagd“ verstaut werden konnte.

Von Luitgard Müller

„Schwangere und Kinderwagen zuerst“, lautete die Devise, als sich die Türen schließlich öffneten und der Ansturm auf den Kinderkleider- und Spielzeugbasar begann, der einmal mehr von den Frauen der evangelischen Kirchengemeinde ausgerichtet worden war. „Zehn Minuten schneller als im vergangenen Jahr“, strahlte Karin Truck, die auf einen geordneten „Einmarsch“ der Eltern, Großeltern und Kinder geachtet hatte, damit niemand im Gedränge zu Schaden kam.

Die Besucher erwartete wie immer ein überwältigendes Angebot an Kinderbekleidung, Spielzeug, Büchern, Babybedarf, Kinderwagen, Fahrrädern und weiteren fahrbaren Untersetzen. 750 Kennnummern waren an die Verkäufer ausgegeben worden, die je 32 Teile anbieten konnten, so dass die die Auswahl 24 000 Teile umfasste.

75 Frauen hatten im diesem Jahr die Organisation übernommen, alle Angebote gesichtet, nach Artikeln und Größen sortiert und übersichtlich auf Tischen und Kleiderständern angeordnet. Pünktlich waren alle bei der Eröffnung auf ihren Posten, um für einen reibungslosen Verlauf des Basars zu sorgen, zu dem auch immer mehr Besucher aus den Nachbarstädten nach Kierspe kommen. Ein Besucher aus Valbert meinte: „Kinder wachsen schnell aus ihren Sachen heraus, da ist dieser Basar eine gute Gelegenheit, kaum gebrauchte Kleidung zu erstehen.“ Und damit es unter dem Nachwuchs nicht länger Zank um die begehrten Bobby-Cars gibt, wurde auch der häusliche „Fuhrpark“ gleich um ein weiteres Fahrzeug erweitert.

Männer übernahmen beim Basarbesuch vor allem eine „tragende Rolle“ und überließen den Frauen die Auswahl aus den riesigen Angebot. Das Interesse der Kinder galt dagegen eher dem Spielzeug, den CDs und DVDs und den Videospielen.

Für eine Stärkung der Basarbesucher hielten die Frauen der Landeskirchlichen Gemeinschaft frische Waffeln, Sandwiches, belegte Brötchen, Muffins und Getränke bereit.

Als sich um 13 Uhr die Türen wieder schlossen, war die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen aber noch nicht beendet: Dann musste erneut sortiert und die Stände wieder abgebaut werden. 11 000 Teile waren verkauft worden. Mit Computern, die die Firma Winterhoff wieder einmal dankenswerter Weise zur Verfügung stellte, musste abgerechnet werden.

Etwa zehn Prozent des Erlöses soll der sozialen Arbeit vor Ort zufließen. Gespendete Kleidung wird dem Verein „Kinder von Tschernobyl“ und dem sozialen Bürgerzentrum zur Verfügung gestellt. Babysachen gehen über eine Organisation in Marienheide an ein Waisenhaus in Afrika.

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