20 000 Euro weniger an Kirchensteuern pro Jahr

Die Gemeinde kam in der Margarethenkirche zusammen.

KIERSPE ▪ Der Verkauf des Gemeindehauses Felderhof, die Abgabe der angrenzenden Kindertagesstätte und der Start des Sozialen Bürgerzentrums „Hand in Hand“ waren Themen bei der Versammlung der evangelischen Kirchengemeinde die am Mittwochabend in der Margarethenkirche stattfand. Außerdem berichteten zwei Presbyter über ihre Arbeit in den Bereichen Finanzen und Gebäudeverwaltung.

„Seit Ende Februar befindet sich am Felderhof nur noch unser Gemeindebüro“, teilte Pfarrer Reiner Fröhlich mit. Nach Umbauarbeiten solle das Büro zur Christuskirche umziehen. Baukirchmeister Udo Billhardt erklärte, dass der Umbau des bisherigen Werkraumes und der angrenzenden Waschküche im dortigen Gemeindehaus geplant sei. „Es geht los, sobald es wärmer ist“, kündigte Billhardt an. Da es auch um den Einbau einer Außentür gehe, seien konstante Temperaturen über fünf Grad Celsius erforderlich.

Neben dem Baukirchmeister gab auch Finanzkirchmeisterin Renate Bremicker Einblicke in ihre Aufgaben im Presbyterium der Gemeinde. So sei sie im Gemeindebüro die Anprechpartnerin, wenn es um das Prüfen und Abzeichnen von Rechnungen gehe. Auf Nachfrage eine Gemeindemitgliedes erläuterte Bremicker, inwieweit derzeit die Einnahmen aus den Kirchensteuern zurückgehen: „Im vergangenen Jahr bekamen wir rund 20 000 Euro weniger.“ Für das laufende Jahr gehe sie von einer ähnlichen Summe aus. Begründet liege der Rückgang der Steuereinnahmen weniger in der Zahl der Kirchenaustritte, als in zunehmend geringeren Einkommen der Gemeindemitglieder und einer vermehrten Anzahl an Rentnern. Der demographische Wandel verstärke diesen Trend in Zukunft vermutlich.

In Bezug auf die Kindertagesstätte Felderhof stellte Bremicker fest: „Die anstehenden Veränderungen sorgen für Unsicherheit bei allen Beteiligten.“ Eine gewisse Kontinuität für die Kinder ergebe sich jedoch aus dem Wechsel fast des kompletten Erzieherteams zum neuen Träger, dem Roten Kreuz. „Nur die Leiterin Margrit Witt-Kringe bleibt bei der Kirchengemeinde“, ergänzte Pastor Rainer Fröhlich. Er lud alle Anwesenden ein, mit ihren Familien am kommenden Samstag an der Feier zum 40-jährigen Bestehen der Einrichtung im Pädagogischen Zentrum teilzunehmen.

„Was das Gemeindehaus betrifft: Noch sind nicht sämtliche Verträge mit der Stadt als Käufer unter Dach und Fach“, so Fröhlich. Gruppen und Kreise träfen sich mittlerweile im Lutherhaus, im Café Da Capo oder an der Christuskirche. Nach ihrem Auszug sei derzeit unter anderem das neuen Soziale Bürgerzentrum „Hand in Hand“ dabei, sich in zwei Räumen einzurichten.

Angelika Rentrop, Gemeindemitglied und nun zweite Vorsitzende des Vereins „Hand in Hand“ erläuterte: „Die Räume sind nun frisch gestrichen, am Wochenende kommen die Regale.“ Am 24. März starteten dann die Lebensmittelausgabe und das Begegnungscafé öffne erstmals. „Lebensmittel können nur an Inhaber einer Besucherkarte ausgegeben werden“, schilderte Rentrop. Sie bat die Gemeindemitglieder Anträge für diese Karten an Bedürftige im eigenen Umfeld zu verteilen. Die Anträge lägen derzeit in den Kirchen, Banken und im Rathaus aus.

Zum Abschluss der Versammlung in der Margarethenkirche informierte Pastor George Freiwat über anstehende Seminar und Fahrten. So sei für den 6. April der erste Schulungsabend für zukünftige Lektoren im Lutherhaus geplant. Vom 12. bis 16 Mai finde eine Freizeit im Haus Salem statt. Am 18. und 25. Mai informiere Dietmar Schwarze an zwei Abenden über den Islam. In Kooperation mit der Johanniter Unfallhilfe finde am 26. Mai ein Vortrag mit dem Thema „Wohnen im Alter“ statt. „Außerdem holen wir am 12. Juni unsere Mitarbeiterfeier nach“, kündigte Freiwat an. Denn liege hoffentlich auch kein Schnee mehr.

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