Viel Geld für Jugendfeuerwehr und DRK

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Weihnachtsbaumschubsen, so nennen die freiwilligen Helfer der Weihnachtsbaumsammlung ihre Tätigkeit des Aufladens der an den Straßenrändern liegenden Tannenbäume. ▪

KIERSPE ▪ 12 710,92 Euro, das war das Sammelergebnis der diesjährigen Weihnachtsbaumsammlung. Damit lagen die Jugendfeuerwehr und die ehrenamtlichen Sammler mit 141,37 Euro unter dem Ergebnis des letzten Jahres.

Schon morgens um acht Uhr trafen sich am Samstag rund 200 Frauen und Männer der Jugendfeuerwehr, der Kinderfeuerwehr, des Jugendrotkreuzes, der Freiwillige Feuerwehr und des Spielmannszuges in der Gesamtschule zu einem gemeinsamen Frühstück. Starker Kaffee und frische Brötchen sollten den Helfern die Energie geben, die sie nun beim „Weihnachtsbaumschubsen“ und beim Sammeln von Tür zu Tür brauchten.

Bei Christoph Eichert und Ilka Schumacher bildete sich bereits eine lange Schlange, denn dort bekamen die Sammler ihre Büchsen und ihre Sammelausweise. Ähnlich erging es den Besatzungen der 23 Fahrzeuge, die die Weihnachtsbäume aufnehmen sollten, auch sie wurden für die einzelnen Bezirke eingeteilt. Vor neun Uhr aufzubrechen, hatte keinen Zweck, da um diese Zeit noch viele Kiersper mit dem Aufstehen und dem Frühstück beschäftigt waren. Doch dann strömten die Helfer in Kierspes Straßen. Einige der Gruppen haben schon lange ihren Sammelbezirk und werden dort von den Anwohnern erwartet.

Je nach Größe der Lastwagen waren die ersten schon ab zehn Uhr beim Abladeplatz an der K 25 vor Berkenbaum und die dort wartenden Feuerwehrmänner konnten mit dem Verbrennen der Weihnachtsbäume beginnen. Bernd Boecker mit seinem Trecker war ständig in Bewegung und schob die abgeladenen Tannenbäume immer wieder aufeinander. So konnten sie kontrolliert abbrennen und die Sammler eine kleine Schaffenspause einlegen. Doch nicht nur Tannenbäume sammelten die freiwilligen Helfer ein. An einem der Lastkraftwagen zählte Moritz von der Jugendfeuerwehr zehn Adventskränze, die die Sammler dekorativ an ihren Lastkraftwagen angebracht hatten. Neben dem Abladeplatz an der K 25 wurden die Weihnachtsbäume aber auch noch zum Kleingartenverein und zu einem Privatmann in Höhlen gebracht. Dort werden die Bäume für die Osterfeuer genutzt. Die meisten Teams hatten gegen Mittag ihre Arbeit erledigt. Der Abschluss bildete für sie eine warme Gulaschsuppe, die alle zusammen in der Mensa der Gesamtschule einnahmen. Gekocht hatte in diesem Jahr die Rönsahler Feuerwehr, die für solche Gelegenheiten eine große Gulaschkanone besitzt.

So viel Arbeit wie im vergangenen Jahr stand für das Zählteam der Freiwilligen Feuerwehr und des Spielmannszuges Samstagabend nicht an. Die geliehene Zählmaschine streikte dieses Mal nicht und so hatten Oliver Knuf, Ilka und Helge Schumacher, Udo Budde und Christoph Eichert alles Geld schnell durchgezählt und konnten auf ein Endergebnis von 12.710,92 Euro blicken. Der Erlös wird unter dem Nachwuchs der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes aufgeteilt. So erhalten die 30 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr von diesem Geld Ausrüstung und Bekleidung, ein Teil wird aber auch für gemeinsame Ausflüge verwandt.

Seit 1971 sammelt die Jugendfeuerwehr zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem Spielmannszug die Weihnachtsbäume jährlich ein. Der Erlös der ersten Sammlung war noch für die Aktion Sorgenkind und brachte damals 3600 Deutsche Mark ein, doch schon bald blieben die Spenden im Ort und wurden für Fördervereine, Kindergärten und soziale Einrichtungen verwandt.

Dankbar sind die Organisatoren für die Mithilfe der vielen freiwilligen Helfer, aber auch den 23 heimischen Firmen, die ihre Fahrzeuge kostenfrei zur Verfügung gestellt haben. In diesem Jahr hatten sich beteiligt die Autovermietung Geers, Kurzawski, Gohmann, Fußboden Brück, Pollmann & Sohn GmbH & Co. KG, Brinkmann, DKS, SuK, Schmidt & Pauls, Kriesten, Funke, Kilian Schumacher, Nils Parziegla, Achim Biedal, GWK, Eschrich, Hohage, Becker Bau Rönsahl, THW, Dieter Graf und Grote & Brocksieper. ▪ Gertrud Goldbach

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