100 000 Liter Milch gegeben

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Die Milchkuh „Jamaica“ hat es bislang auf eine Milchleistung von 100 000 Litern gebracht hat. Dieser seltene Erfolg war für die Zuchtgemeinschaft Hubert Peveling jun., Ralf Crummenerl, Thomas Hedfeld (v.l.), dahinter Züchter Hubert Peveling sen. und Frau Maria Anlass für eine kleine Feier im Freundes- und Kollegenkreis. ▪

RÖNSAHL ▪ Das war ihren Eigentümern verständlicherweise dann doch eine kleine Feier im Freundes- und Kollegenkreis wert: Am Sonntagmorgen stand die rotbunt gescheckte Milchkuh „Jamaica“, 13 Jahre alt und mit insgesamt elf zur Welt gebrachten Kälbern ohnehin eines der wertvollsten Zuchttiere in der großen Milchviehherde auf dem Bauernhof in Oberheukelbach, absolut im Mittelpunkt des Geschehens. Und das hatte auch seinen guten Grund. Schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass eine einzige Kuh eine Milchleistung von 100.000 Litern vorzuweisen hat, wie das nachweislich nun bei „Jamaica“ der Fall ist.

Vor fünf Jahren hatten sich die Familien der bis dahin jeweils selbstständigen Landwirte Ralf Crummenerl, Hubert Peveling und Thomas Hedfeld dazu entschlossen, ihre bäuerlichen Betriebe zu vereinigen und im Rahmen einer zu diesem Zweck gegründeten GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) künftig gemeinsam zu führen.

Das erwies sich in der Folgezeit als kluger Schachzug, zumal die im Zuge dieser Maßnahme auf derzeit insgesamt 135 Milchkühe angewachsene Herde auch in schwierigen Zeiten ein entsprechendes Auskommen sichert. Damals gehörte auch „Jamaica“ als eines der Tiere aus dem Bestand der Familie Peveling zu den „Neuankömmlingen“ auf Oberheuckelbach und ist spätestens jetzt das absolute Spitzentier im gesamten Bestand.

Schon vor einigen Jahren, so erinnerte Berufskollege Thomas Wiethege als einer der im Beisein von Kreislandwirt Dirk Voss aus Herscheid zusammen gekommenen Runde, konnten Maria und Hubert Peveling (sen.) einen ähnlich schönen züchterischen Erfolg, so wie der praktisch nur einmal im Züchterleben vorkomme, für ihren damals noch eigenständigen Betrieb verbuchen. Auch seinerzeit stand in Pevelings Stall eine Kuh, die es auf 100 000 Liter Milchleistung gebracht hatte, während das im Normalfall in der Regel nur 35 000 bis 40 000 Liter an Lebensleistung sind.

Dieser neuerliche und außergewöhnliche Erfolg, so Wiethege, sei auf mehrere Ursachen zurückzuführen. Einmal müssten die richtigen Gene beim Jungtier vorhanden sein, dann komme es auf die passende fachgerechte Haltung nebst Fütterung und Stall an, das dazu notwendige Management, und natürlich gehöre auch auf ein Quäntchen Glück dazu. Alle diese Komponenten, so der Landwirt, seien in diesem Falle vorhanden. In jeder Weise, so hieß es abschließend, könne Züchter Hubert Peveling wie auch die GbR insgesamt stolz sein auf ihre züchterischen Erfolge und weitere Auszeichnungen, die man als aktives Mitglied der RUW (Rinder-Union West) und der Tierzüchtervereinigung Ennepe- Ruhr/Märkischer Kreis/Hagen vorweisen könne. ▪ cr

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