1000 neue Gläser für das Hedbergfestival

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Damit der Aufdruck auch spülmaschinenfest ist, wurde er mit einem Beflammungsgerät eingebrannt. ▪

KIERSPE ▪ Noch 31 Tage bis zum Schützenfest. Da wird es Zeit, dass sich die Schützen intensiv auf die Feier vorbereiten. Unter anderem müssen für das Hedbergfestival Gläser bereitstehen. Diese wurden von den Mitgliedern des Reservezuges selbst bedruckt.

1000 Gläser hatte der Reservezug des Kiersper Schützenvereins für das Sparkassen-Hedberg-Festival am Freitag, 26. August geordert und alle sollten noch am vergangenen Samstag bedruckt werden. Gut, dass der Reservist Jens-Peter Lück Mitinhaber der Firma Tampo-Technik ist und diese Firma alle nötigen Maschinen für das Bedrucken hatte.

Auch wenn das Motiv letztlich durch eine Maschine aufgedruckt wurde, viele helfende Hände waren dennoch notwendig. Die Gläser mussten aus den Kartons, in denen sie geliefert wurden, herausgeholt werden, sodann wurden sie Romy Makowski übergeben, die nicht nur Reservistin im KSV ist, sondern auch bei der Firma Tampo-Technik ihren Arbeitsplatz hat. Zweimal ging die Farbwalze über das Glas, bis das Motiv die nötige Intensität hatte. Sodann wurde das Motiv mit einem Beflammungsgerät fixiert und danach wurden die Gläser wieder in bereit stehende Kartons einsortiert.

Alle vier Jahre treffen sich die Reservisten, um neue Gläser zu bedrucken. Zwar können die Gläser aus den Vorjahren auch mitgebracht werden, doch die Erfahrung zeigt, dass die meisten Gäste des Sparkassen-Hedberg-Festivals sich am Abend neue Bierkrüge kaufen. Entstanden ist das Ganze vor etwa 14 Jahren. Damals hatten die Zeltverleiher schon das Zelt für das Schützenfest aufgestellt, doch für den Freitag stand noch keine Bedienung parat. Der Reservezug machte aus der Not eine Tugend, organisierte Musik, Bedienung und auch die Gläser, da er an die normalen Trinkgläser Freitagabend nicht heran kam. Inzwischen übernimmt der Zeltwirt die Bedienung auch am Freitagabend, doch der Brauch mit den Gläsern eigens für das Sparkassen-Hedberg-Festival ist geblieben. Einen angenehmen Nebeneffekt haben die bedruckten Gläser auch. Der Glasbruch ist bis auf ein Minimum zurück gegangen.

Zwei Euro kosten die Gläser, einen Gewinn macht der Reservezug mit diesem Preis nicht. Das Motiv hat sich seit dem ersten Bedrucken nicht geändert. So steht auf jedem Glas das Jahr 1899 für die Gründung des KSV und das Jahr 1968 für die Gründung des Reservezuges. Der Kiersper Rauk und die Margarethenkirche sind auf der linken Seite des Wappens zu sehen, auf der rechten Seite ist das Pferd für Westfalen. Spülmaschinenfest sind die aufgedruckten Motive auch. Die Glasfarbe besteht aus zwei Komponenten mit Härter und durch das Erhitzen mit der offenen Flamme sitzt sie fest auf dem Glas.

Der Vorverkauf für das Sparkassen-Hedberg-Festival läuft bald an. In der kommenden Woche erhalten die Reservisten die Karten und voraussichtlich in zwei Wochen beginnt der Verkauf. Eine Eintrittskarte wird im Vorverkauf sechs Euro und an der Abendkasse acht Euro kosten, ein Preis, der sich in den vergangenen vier Jahren nicht verändert hat. Als Musikgruppen treten auf die Kiersper Formationen „Strum Out“, „XL Meier“ sowie die bereits beim vergangen Hedberg-Festival aufgetretene Dortmunder Band „Nightlife“, die viele Kiersper vom Stadtfest kennen, auf. ▪ GeG

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