"0013 - Mission erfüllt": 189 Entlass-Schüler feiern

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Auch die Klassenlehrer der einzelnen Klassen des Jahrgangs wurden von den Schülern auf die Bühne gebeten.

KIERSPE - Sie haben es geschafft: Für 189 Schüler des zehnten Jahrgangs der Gesamtschule war die Verabschiedung mit Zeugnisausgabe der vorläufige Höhepunkt ihrer Schullaufbahn. Nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Margarethenkirche trafen sich Schüler, Familien und Lehrer im PZ der Gesamtschule. Das war schnell bis auf den letzten Platz gefüllt - Nachzügler mussten auf den Treppenstufen Platz nehmen.

„0013 - Mission erfüllt“ prangte in Großbuchstaben über dem Podium. Fantasievoll und mit viel Liebe zum Detail hatten die Schüler das Bühnenbild - frei nach James Bond - gestaltet. Durch das Programm führten zwei Zehntklässler, Derya Örcün und Lukas Oefenscheidt. Das Bühnenprogramm hatten wie auch in den Jahren zuvor die einzelnen Klassen gestaltet. Viel Lob bekamen die Schüler dafür auch vom Beigeordneten Olaf Stelse, der im Namen der Stadt Kierspe Glückwünsche überbrachte. Stelse hatte Vergleichsmöglichkeiten, auch er ist ehemaliger Gesamtschüler.

„Ich hatte vergessen, wie herzlich, zu Herzen gehend, die Abschlussfeiern der Zehner in unserer Schule sind,“ sagte Schulleiter Johannes Heintges. Er stand in doppelter Funktion am Rednerpult, war er doch in seinem letzten Jahr an der Gesamtschule Klassenlehrer der damaligen Fünftklässler gewesen. So fügte es sich glücklich, dass er - nach Jahren der Berufstätigkeit an einer anderen Schule - nun als Schulleiter seiner alten Klasse zum Abschluss gratulieren konnte.

Mit den schulischen Leistungen war er zufrieden: „76 Prozent haben den mittleren Schulabschluss geschafft, fast die Hälfte sogar die Qualifikation für die Oberstufe - drei Schüler sogar mit einer Eins vor dem Komma.“ Genauso wichtig waren dem Schulleiter aber auch die sozialen Kompetenzen, die die Jungen und Mädchen immer wieder unter Beweis stellten, sei es durch Solidarität innerhalb von Klasse oder Kurs, sei es durch Hilfestellungen gegenüber jüngeren Schülern.

Für den Beginn des neuen Lebensabschnitts gaben gleich mehrere Redner den Schülern gute Ratschläge mit auf den Weg, so auch Berufskoordinator und Klassenlehrer Hans-Georg Englmann: „Wenn ihr eine Idee habt, von der ihr glaubt, das sie euch weiterbringt und wenn ihr euch von den richtigen Leuten habt beraten lassen - dann macht sie einfach.“ Stufenleiter Johannes Gläßer mahnte die Jugendlichen ihre Prioritäten klug zu wählen und dabei auch den Spaß nicht zu vergessen. Für den weiteren Verlauf des Abends bedeutete das: „Lasst es heute abend richtig krachen, aber übertreibt es nicht.“

Mit Gedichten und Liedern ließen die Schüler die letzten sechs Jahre Revue passieren, plauderten gelegentlich „aus dem Nähkästchen“ und gaben dem Publikum auf die Weise einen guten Einblick in Höhen und Tiefen des Schulalltags. „Ihr habt mich manchmal an meine Grenzen gebracht,“ resümierte eine Klassenlehrerin, die sich am Ende doch mit etwas Wehmut von ihrer Klasse verabschiedete.

Denn in sechs Jahren lernt man sich gut kennen, auch das wurde in zahlreichen Beiträgen deutlich. So stellten sich in einer Klasse die Schüler gegenseitig vor, während eine andere von den Lehrern wissen wollte, wie gut sie ihre Schüler kannten. „Wie lang sind Sandras Haare?“ „Auf welcher Position spielt Pascal im Fußballverein?“ Die Lehrer kannten sich aus und wurden mit Geschenken von den Schülern entlassen.

Die jetzigen Zehner waren der erste Jahrgang mit einer Bläserklasse. „Sie hat Maßstäbe gesetzt und den Charakter der Schule verändert,“ sagte Schulleiter Heintges. Und ganz nebenbei habe sie gezeigt, wie sehr Erfolg ansporne.

Die Bläserklasse als Formation bestand nur bis zum Ende des siebten Jahrgangs, aber musikalische Beiträge gab es trotzdem. Ein Chor aus Schülern der Klassen 10.3 und 10.4 sangen unter Leitung von Musiklehrer Johannes Koch ein Medley aus Popklassikern der letzten Jahrzehnte. „Good Bye Johnny, wir müssen immer weiter, unserm Glück hinterher“ hieß es am Ende beziehungsreich und dann war es auch soweit: Die Klassenlehrer riefen nacheinander die Klassen auf die Bühne und überreichten den Jungen und Mädchen in alphabetischer Reihenfolge ihre Zeugnisse. Diejenigen, die im nächsten Schuljahr in die Oberstufe wechseln, wurden vorgewarnt - ihre Zeugnismappen waren leer. Denn für sie gibt es, wie für alle anderen Schüler, das Zeugnis erst am letzten Schultag. - Birgitta Negel-Täuber

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