Zwölf Kilometer Kabel und reichlich Arbeit

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Die Leitungen für das neue Rohrsystem werden auch durch das Sekretariat verlegt. ▪

HALVER ▪ Es wird gebohrt, gehämmert und verlegt. Das Realschulgebäude ist während der Sommerferien in Bauarbeiterhand. Es gilt, die Grundlage für ein optimiertes Heizsystem zu schaffen. Aus Alt wird Neu heißt es auch bei einem Teil der Atrium-Fassade. Die Außen-Toiletten werden zudem ebenfalls in Schuss gebracht. Innerhalb der sechs Wochen werden 430 000 Euro verbaut.

Nicht nur der eng gehaltene Zeitplan bringt die Fachkräfte zum Schwitzen. Auch die Sonne knallt erbarmungslos in den Flur, der zum Schulleiter- und Lehrerzimmer führt. Auf der Leiter stehend wird hier an der neuen Verkabelung gearbeitet. In insgesamt drei Fluren werden so genannte Isolationskanäle gebaut, in denen dann die Elektroleitungen verlaufen. Maßgabe ist hier ein weit besserer Brandschutz als zuvor.

Die Zahlen zeigen, dass nicht mal nur eben so ein paar Leitungen unter die Decke kommen. 66 neue Lampen und zwölf neue Notbeleuchtungen gehören ebenso zum Umfang wie satte zwölf Kilometer Kabel, die durch das Gebäude geführt werden müssen.

Doch nicht nur die Beleuchtung und der Brandschutz werden im aktuell recht staubigen Gebäude in Angriff genommen, sondern eine klassische energetische Maßnahme steht ebenso an, die mit Konjunkturgeld II-Mitteln finanziert wird. Von den rund 80 Heizkörpern rund um die Glasfassade im Inneren der Schule sind daher nur noch abgeflexte Zuleitungen im Boden zu sehen. Die Wärme soll künftig von oben, von den Deckenstrahlplatten geliefert werden.

Doch bis es soweit ist, müssen von der zentralen Heizungsanlage im Keller die Leitungen bis zu den Fluren reichen. Und das ist nicht immer einfach, wie sich im Sekretariat der Schule zeigt, wo vier Löcher mit schwerem Gerät in den Boden gebohrt wurden. „Das ist ein ziemliches Gewürge, sich durch die Abschnitte zu hangeln“, erklärt der mit der Bauleitung beauftragte Michael Schmidt.

Der Bau-Fachbereichsmitarbeiter weiß zugleich, dass mit den sechs Wochen andauernden Arbeiten aber noch nicht die Maßnahme abgeschlossen ist. „Das Konzept ist beispielsweise darauf angelegt, dass mittelfristig alle Fassaden ausgetauscht werden.“ In dieser Woche soll zumindest eine Seite von vier Atriumwänden erneuert werden.

Über die genaue Kostenersparnis beim Heizen, die sich durch die jetzige Maßnahme ergeben wird, kann Schmidt noch keine genauen Angaben machen. „Es kommt zu wesentlichen Einsparungen.“ ▪ Marco Fraune

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