„Zwiebelfreunde“ planen Tauschbörse im September vor Villa Wippermann

Pflanzen gegen den Corona-Blues

Leuchtender Blickfang an Straßen und Wegen: die Narzisse.
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Leuchtender Blickfang an Straßen und Wegen: die Narzisse.

Corona bewegt die Menschen. Und zwar auch in die Natur und – wenn vorhanden – in den Garten. Wenn die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung beschränkt sind, ist das Pflanzen und Jäten willkommene Alternative.

Halver - Ein bisschen helfen dabei möchten die „Zwiebelfreunde“, namentlich Ingrid Lausberg und Martina Hesse, die für den September eine Pflanzentauschbörse im Park der Villa Wippermann initiieren wollen.

Die Idee dahinter: Gartenfreunde sollen zu diesem Termin Stauden tauschen können oder Pflanzen preiswert erwerben. Gebucht als Termin dafür ist der 19. September, ein Sonntag, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr. Als stadtzentraler Veranstaltungsort bietet sich die Villa Wippermann an mit den parkähnlichen Flächen ringsum und Parkmöglichkeiten am Rathaus und beim DRK.

Tausende Zwiebeln in die Erde

An diesem Tag sollen auch wieder Tausende Narzissenzwiebeln in pflanzende Hände gegeben werden, damit im nächsten Frühjahr leuchtende Bänder gelblühender Narzissen an den Wegrändern in und um Halver wachsen können. Dafür sammeln die „Zwiebelfreunde“ in den nächsten Monaten Spenden. Damit das Projekt bis zum Herbst nicht in Vergessenheit gerät, ist geplant, jeden Monat eine Staude aus dem heimischen Garten vorzustellen.

Zur Erinnerung: Bereits 2019 hatten die Halveranerinnen ein Narzissenprojekt ins Leben gerufen, das bis heute in und rund um Halver zu sehen ist.

Für 1000 Euro an Spendengeldern wurden rund 10 000 Narzissenzwiebeln beschafft, die 30 Bürger in die Erde brachten, die bis heute Spaziergänger und Radler an Straßen- und Wegesrändern erfreuen. Zurzeit stehen sie in voller Blüte. Eine Fortsetzung soll das Blumenspektakel dann im September finden, wenn zur Tauschbörse an der Villa Wippermann auch wieder Tausende Zwiebeln abgegeben werden können.

Monatliche Pflanze

Bis dahin stellt der Allgemeine Anzeiger jeden Monat „Die Pflanze des Monats“ vor. Nähere Informationen rund um die Aktion finden sich auch auf der Homepage der Villa Wippermann: www.villa-wippermann.de.

Wissenswertes rund um die Narzisse

Neben den Wildnarzissen gibt es Tausende gezüchtete Sorten. Die heutigen Narzissen sind Kreuzungen aus Trompeten-Narzisse und Dichter-Narzisse.

Das Farb- und Formenspektrum reicht von Weiß, Gelb, Orange bis Apricot, gefüllt, nichtgefüllt, einfarbig, zweifarbig, mit oder ohne farblich abgesetzte Ränder in unterschiedlichen Wuchshöhen und Blühzeiten.

Narzissen sind Pflanzen der alten Welt. Die Wildform ist nur auf der nördlichen Halbkugel beheimatet. Zentrum ihrer natürlichen Verbreitung sind Südwesteuropa und Nordafrika. Die meisten Arten findet man auf der iberischen Halbinsel, in Südfrankreich, Marokko und Algerien.

In Mitteleuropa gewann die Narzisse zwischen 1560 und 1620 an Bedeutung. Es galt als schick, Parkanlagen, mit exotischen Pflanzen anzureichern. Als exotisch galten die großen Drei des Zwiebelanbaus: Tulpen, Narzissen und Hyazinthen. In den Niederlanden vermehrte Blumenzwiebeln wurden zum Spekulationsobjekt und führten zum ersten Börsencrash auf europäischem Boden. 1637 wurde eine Tulpenzwiebel für 5200 Gulden verkauft. Im Vergleich dazu kostete eine Tonne Heringe 13 Gulden.

Tipps zum Narzissenkauf: Beim Kauf dürfen sich die Zwiebeln nicht weich anfühlen. Im Zwiebelboden dürfen keine Löcher, weiche oder schwarze Stellen sein. Die unter der Zwiebelhülle liegenden Schalen müssen saftreich und cremefarben sein.

Narzissen haben eine lange Wachstumszeit. Besonders den kleinen Arten bekommt es gut, bereits Anfang September gesetzt zu werden. Sie gedeihen in sonniger und halbschattiger Lage. Der Boden sollte frisch, nährstoff- und humusreich sein. Im Frühjahr mögen sie einen feuchteren Standort als im Sommer. In Herbst und Winder unterstützen gezielte Düngegaben den Blüherfolg des nächsten Jahres.

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