Zweites Mal kein Summerfest im Rathauspark - Pläne für 2022

Summerfest 2019: Vor Corona fand jedes Jahr Livemusik im Rathauspark statt. Das soll auch bald wieder so sein. 
Hardcore Help Foundation Halver
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Summerfest 2019: Vor Corona fand jedes Jahr Livemusik im Rathauspark statt. Das soll auch bald wieder so sein.

Zum zweiten Mal in Folge gibt es in diesem Jahr kein Summerfest der Hardcore Help Foundation in Halver. Corona macht der Veranstaltung einen Strich durch die Rechnung - und erschwert dadurch auch den Kontakt zu Spendern. Dennoch gibt es Pläne für 2022.

Halver – Die Hardcore Help Foundation veranstaltet seit 2013 jährlich ein sogenanntes Summerfest im Rathauspark. Dieses Fest etablierte sich bereits als „kleine Tradition“, wie Rico Huntjes, Gründer der Hardcore Help Foundation, die Ausrichter der Veranstaltung ist, sagt. Sie ist eine Hilfsorganisation, die unter anderem Obdachlosen hilft und auch in anderen Ländern tätig ist. Das letzte Summerfest fand 2019 statt und konnte Corona-bedingt weder 2020 noch dieses Jahr stattfinden. Das soll 2022 anders sein.

Die Veranstaltung hat einen wichtigen Stellenwert für die Hardcore Help Foundation, da diese so neue Spender generieren kann. Die Organisation lebt wegen des Ausfalls derzeit „von Monat zu Monat“. Doch nicht nur neue Spender fehlen, sondern auch die finanzielle Rücklage für neue Projekte. Der Erlös der Tombola, der Getränke, des Essens und des Verkaufs von Merchandise fallen weg, so Huntjes.

Summerfest der Hardcore Help Foundation

Summerfest der Hardcore Help Foundation in Halver
Summerfest der Hardcore Help Foundation in Halver
Summerfest der Hardcore Help Foundation in Halver
Summerfest der Hardcore Help Foundation in Halver
Summerfest der Hardcore Help Foundation

Die Künstler haben immer ohne Gage gespielt. „Allerhöchstens wurde ihnen mal das Spritgeld bezahlt“, erzählt Huntjes. Auch der Eintritt für die Konzerte war frei, sodass sich dort jeder einfinden konnte, der wollte. Die Kosten versucht er, immer möglichst niedrig zu halten. Die Veranstaltungen wurden bisher durch Crowdfunding finanziert. Die Sommerkonzerte seien immer sehr beliebt gewesen, „einmal kamen sogar über 3000 Leute zusammen“, berichtet Huntjes.

Eine Einnahmequelle fällt weg

Dass nun diese Einnahmequelle wegfällt, sei „schon ein harter Brocken“. Die Spendenbereitschaft habe sich jedoch nicht sehr verringert, da die Unterstützer nach wie vor sehr aktiv seien und sich weiterhin bei Spendenaktionen bemühen. „Ohne unsere Unterstützer gäbe es uns gar nicht mehr“, ist der Initiator dankbar.

Aktuelle Situation

Die pandemie-bedingten Beschränkungen betreffen auch die anderen Projekte der Hardcore Help Foundation. Zum Beispiel den Container mit Rollstühlen, der nach Kenia geschickt werden soll. Die kenianische Regierung mache es durch Auflagen, sich ständig ändernde Regeln und willkürlich aufkommende Kosten zunehmend schwerer, die Spenden zu exportieren, erklären die Verantwortlichen.

Trotz allem sagt Huntjes: „Wir bleiben positiv. Corona hatte auch gute Seiten für uns.“ Sie hätten durch Corona gelernt, weiter vorauszuplanen und sich mehr auf andere Spendenquellen zu konzentrieren.

Pläne für Juli 2022

Ein weiteres Summerfest soll es dennoch geben. Es ist bereits für den 9. Juli 2022 am gewohnten Ort geplant. Das Konzert müsse allerdings in anderer Form als sonst stattfinde: „Erst einmal benötigen wir ein Hygienekonzept“, sagt Huntjes. Dieses steht zwar noch nicht ganz fest, doch er hat bereits Ideen. Womöglich müsse ein kleiner Eintritt verlangt werden, das Konzertgelände abgeriegelt und/oder ein negatives Coronatestergebnis vorgelegt werden. „Die ganze Branche musste darunter leiden. Hoffentlich kann es bald wieder losgehen“, wünscht sich Rico Huntjes.

Von Fabienne Schwarzer

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