Zweite Bühne sorgt für Musik-Marathon

HALVER ▪ In der ganzen Stadt waren am Samstag die lauten Klänge des alljährlichen Midsummer Open Airs zu vernehmen. Wie jedes Jahr fand das Festival im Rathauspark statt: Ab 12.30 Uhr konnte man nun schon zum siebten Mal verschiedene Bands gemäß dem Motto „umsonst und draußen“ sehen – und natürlich hören. Die insgesamt acht Bands auf der Pavillonbühne gaben bis 22 Uhr ihr Bestes.

Den Anfang machten die Lüdenscheider Contest-Gewinner „Asking for a Suprise“(siehe untenstehender Text), ehe nach einer kurzen Umbaupause die nächste lokale Band auf die Bühne kam: „The Toltec Heritage“. Die in Werdohl gegründete Combo überzeugte mit schrägen Klängen aus dem Postcore und Alternative Rock mit Einflüssen aus der Jazzmusik. Auch die dritte Band des Festivals entsprang dem Märkischen Kreis: „Diarrehea Diary“ aus Halver und Lüdenscheid. Nacheinander enterten nun „City Light Thief“ aus Grevenbroich, „Pasty O’Hara“, die „Champions“ aus Koblenz und „Dioramic“ die Bühne. Last but not least durften „Harmful“ aus Frankfurt am Main zeigen, was sie können.

Damit die Pausen zwischen den Bands nicht zu lang wurden, gab es in diesem Jahr erstmals eine zweite, die „Singer/Songwriter-Bühne“. In den Umbaupausen gab es hier etwas ruhigere, akustische Klänge zu hören. Als erster durfte sich dort Moritz Gadomski beweisen. Er gab einige Songs aus dem Bereich Indie und Deutschrock zum Besten und nutze die Gelegenheit gleich, um sein Debütalbum „Im selben Herz“ vorzustellen, welches seit Samstag auf dem Markt ist.

Der nächste im Bunde war Claudius Becher, den einige bereits als die Stimme der Band „Heaving Trouble Breathing“ kannten. Auf dem Midsummer Open Air debütierte er solo mit neuen Songs. Ebenfalls das erste Mal alleine auf der Bühne stand der Mainzer „Ghost of a Chance“, der sich im Bereich Folk und Indie zuhause fühlt. Den Abschluss machte Tim Vantol. Der Niederländer begeisterte das Publikum mit einer ganz eigenen Definition aus Punk und Countrymusik.

Auch für die Verpflegung der Festival-Besucher war wieder bestens gesorgt. Die Gruppe „What’s Inside“ hatte einen Stand mit vegetarischem und veganem Essen vorbereitet. So sah man viele kleine Gruppen, die sich eine Decke auf die Wiese legten, gemütlich zusammen saßen, etwas aßen und tranken und dabei entspannt der Musik lauschten. Auch vor dem Festival-Gelände fand man einige Gruppen, die ihre eigenen Getränke mitgebracht hatten, auf den Straßen saßen und feierten. Wer nach fast zehn Stunden Festival immer noch nicht genug hatte, konnte dann noch weiter zur Aftershow-Party in der Alten Druckerei in Lüdenscheid ziehen.

Bereits während des Festivals zeigte sich Organisator Tim Masson mit dem Verlauf der Veranstaltung „sehr zufrieden“. So wundert es auch kaum, dass die achte Auflage für 2011 bereits geplant und „zu 90 Prozent“ auch gesichert ist. Erneut soll es dann auch die „Singer/Songwriter-Bühne“ geben, die sich am Wochenende als echter Erfolg erwiesen hat. ▪ Tasja Braszus

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