TuS-Versammlung auch ein Treffen der Anwälte

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Jetzt auch satzungsgemäß in den Ämtern bestätigt: der TuS Vorstand um Georg Bischofs, Anke Altenkirch und Manfred Fahsig (von rechts).

Halver - Es war einer der wohl außergewöhnlichsten und bizarrsten Abende, die der TuS Halver in seiner mehr als 160-jährigen Geschichte erlebt hat. Auf der Wiederholung der Jahreshauptversammlung stand am Mittwochabend im Kulturbahnhof vor allem der geregelte Ablauf der Veranstaltung auf dem Programm, der von gleich zwei Anwälten überwacht und kommentiert wurde.

Einer davon, Golo Busch aus einer Münsteraner Kanzlei, war dabei auf Ansinnen des TuS-Vorstandes angereist, um bestückt mit allen Schriftstücken und Satzungen rund um den TuS Halver besonders über den ordnungsgemäßen Ablauf zu wachen. Gleiches im Sinn hatte auch der zweite Rechtsvertreter des Abends, René Pickard, der im Frühjahr bei der ersten Jahreshauptversammlung gemeinsam im Team vom erneut angetreten Michael Jürgensmeyer zur Wahl für die Spitze des TuS stand. Und schon bevor die Versammlung richtig begann, kam es zum ersten Auftritt der Anwälte, als die Frage nach der rechtmäßigen Abstimmung über die Art der Wahlen an diesem Abend aufkam. Und es sollte nicht das einzige Mal sein, dass die Rechtsparagraphen und die Vereinssatzung zu Rate gezogen wurden. Sei es bei der richtig formulierten Frage nach der Anwesenheit der Delegierten oder ob eine neue Frauenwartin gewählt werden darf oder nicht - aufgrund des Fehlens dieser Position in der Einladung. Jedes Detail ließen sich beide Seiten immer wieder absegnen.

Weniger kompliziert verlief dagegen fast schon die Erklärung des Vorstandes über den Grund der Wiederholung der JHV. Wie bereits berichtet, hatte TuS-Mitglied Dieter Hoffmann aufgrund einer seiner Meinung nach nicht ordnungsgemäß durchgeführten Jahreshauptversammlung Klage eingereicht, weshalb er sich am Mittwoch den Unmut einiger alteingesessener TuS-Mitglieder angesichts der entstandenen Kosten zuzog. Wie TuS-Vorsitzender Georg Bischofs erklärte, sei die erste Klage bereits am 27. Mai beim Amtsgericht Lüdenscheid und später dann am 2. Juli beim Landgericht Hagen eingereicht worden. „Es ist richtig, dass die Sitzung nicht ganz sachgemäß abgelaufen ist. Aber dazu stehen wir“, räumte Bischofs ein, der sich durch die Klage aber in der Umsetzung des neuen Konzepts für den Verein zurückgeworfen fühlte.

Über die anschließende Vorgehensweise nach Einreichung der Klage hatten beide Seiten unterschiedliche Auffassungen. Und diese wurden den Delegierten der einzelnen Abteilungen, die extra für die Wiederholung der Versammlung gewählt worden waren, vorgetragen. Beim Hauptpunkt, den Wahlen, lief fast alles wie beim ersten Mal: Mit Georg Bischofs (1. Vorsitzender), Manfred Fahsig (Kassierer) und Anke Altenkirch (Geschäftsführerin) wurden alle zur Wahl stehenden Positionen mit den bisherigen Amtsinhabern besetzt. - wes

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