Zwei Urgesteine verlassen das Anne-Frank-Gymnasium

Zwei Urgesteine verlassen das Anne-Frank-Gymnasium

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„Das Büro ist aufgeräumt und ich gebe den Schlüssel ab“, verabschiedete sich Franz Josef Zibirre vom AFG.

Halver - Zwei Urgesteine verlassen das Anne-Frank-Gymnasium, wurden gestern vom Kollegium sowie Vertretern aus der Eltern- und der Schülerschaft, von Bürgermeister Dr. Bernd Eicker und Schulleiter Paul Meurer verabschiedet: Franz Josef Zibirre und Klaus-Peter Viebahn gehen nun in den wohl verdienten Ruhestand.

Das betonten alle Redner aus den Fachschaften, dem Lehrerrat, Schulsprecher Philipp, Schimchen, Schulpflegschaftsvorsitzender Dr. Sabine Wallmann und das Stadtoberhaupt. „Heute ist der Tag, auf den wir nicht gewartet haben, der aber einfach so kommt“, begann Paul Meurer die Abschiedsfeier in der AFG-Aula, bei der zwei Schülerinnen für Musik auf dem Flügel sorgten.

Franz Zibirre hatte im November 1977 erste Unterrichtsstunden im (damals noch) Aufbaugymnasium Halver (AGH) gegeben und am 1. März 1978 fest angefangen. Er unterrichtete Erdkunde und Französisch, wurde in den 1980er Jahren stellvertretender Schulleiter und setzte den schulfreien Samstag mit durch. „Das war für mich das einschneidende Erlebnis“, sagt Zibirre.

Vor sechs Jahren übernahm der heute 66-Jährige für zwei Jahre die kommissarische Leitung des AFG und sorgte dafür, so zumindest Paul Meurer, für sich wieder stabilisierende Schüleranmeldungen . Nach dem Wechsel vom Aufbau- zum grundständigen Gymnasium hätte es eine Schwächephase gegeben. Streng, konsequent, aber immer die Tür für alle offen, ehrlich, gelassen und offen waren die Tugenden für Franz Zibirre.

Noch zwei Jahre länger, seit 1976, unterrichtet Klaus-Peter Viebahn Mathematik und Physik, war schon als Schüler beim Start des Gymnasiums dabei. Er sei ein typischer Oberstufenlehrer und Herz und Seele des Oberstufenlehrerteams, wurde Viebahn gewürdigt. Er sei zu 100 Prozent AFG, stets mit dem Herzen dabei, eben ein „treuer Sauerländer“, so der Schulleiter. Nicht nur für Viebahn, sondern auch für Franz Zibirre, der „überzeugte Anwalt der Kinder“, „ein Freund der Schule“, galt der Satz aus dem Trude Herr Lied „Niemals geht man so ganz, etwas von mit bleibt hier“.

Neben einer Reihe von teilweise persönlichen Abschiedsgeschenken gab es zum Schluss zwei kleine Überraschungen: Franz Zibirre ließ Andreas Bouranis Lied „Ein Hoch auf uns“ einspielen. Vor dem abschließenden Sektempfang gingen alle Kollegen von Franz Zibirre und Klaus-Peter Viebahn auf die Bühne, um dem scheidenden stellvertretenden Schulleiter des AFG ein Geburtstagsständchen zu singen. Was passte da besser als „Mit 66 Jahren“ von Udo Jürgens mit teilweise leicht auf Zibirre geänderten Versen, denn der Neuruheständler wurde gestern 66 Jahre jung.

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