Zwei Tagesmütter arbeiten zusammen

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Helene Schölzel, Melanie Heinrich, Tanja Prehl und Dr. Bernd Eicker (von links) freuen sich darauf, dass es in Halver ein weiteres Betreuungsangebot für Kinder geben wird.

Halver - Mit dem Beginn des neuen Kindergartenjahres am 1. August geht in Halver ein neues Betreuungsangebot für Unter-drei-jährige Kinder an den Start: Melanie Heinrich und Tanja Prehl, beide Sozialpädagoginnen und erfahrene Tagesmütter, bieten in der ersten Etage des Jugendzentrums eine neue Großtagespflegestelle an.

Neun Kinder im Alter von wenigen Monaten bis drei Jahre werden dort betreut. Erst durch eine Änderung im Betreuungsgesetz gebe es die Möglichkeit, dass sich mehrere Tagesmütter zu einem solchen Projekt zusammenschließen, betonte Bürgermeister Dr. Bernd Eicker. Gemeinsam mit den Tagesmüttern sowie Helene Schölzel von Fachdienst „zentrale Bürgerdienste“ stellte er das Projekt vor. Die Stadt hat den beiden Frauen die Räume im Jugendzentrum zur Verfügung gestellt, in der bis Herbst vergangenen Jahres der Spielkreis „Flohkiste“ sein Domizil hatte. Auch bei der Beantragung von Fördermitteln waren Helene Schölzel sowie das zuständige Jugendamt des Märkischen Kreises behilflich.

Fakt ist: Der Bedarf für Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren sei auch in Halver da, betonte Eicker. Gerade in der jüngsten Zeit sei die Nachfrage gestiegen. Dabei gehe es nicht nur darum, dass Berufstätige ihre Kinder gut aufgehoben wissen wollen, sondern auch darum, die sozialen Kompetenzen schon frühzeitig zu fördern, berichten die Tagesmütter.

Dass die Räume für die Großpflegestelle mitten in der Stadt und zudem noch in unmittelbarer Nähe zu einer Kindertagesstätte liegen, sei ein weiteres Plus. Auch ein eingezäuntes Grundstück, auf dem die Kinder draußen spielen können, hat die Stadt Melanie Heinrich und Tanja Prehl zur Verfügung gestellt

Für diese große Unterstützung bedanken sich die beiden Frauen bei allen, die in irgendeiner Form beteiligt waren und sind. Erst vor zwei Wochen kam der Bewilligungsbescheid, dass der Bund das Projekt mit Mitteln aus dem Fördertopf für Großtagespflegestellen unterstützt. Damit ging es schlagartig mit der Renovierung los. Viele Helfer hätten sofort in den Startlöchern gestanden, angefangen von den Handwerkern von der Tischlerei Dietrich und Raumausstatter Henning Frank.

Die Treppe wurde unfallsischer für kleine Kinder gemacht, Fußböden herausgerissen, neue verlegt, Wände verputzt und gestrichen. Die Großtagespflegestelle wird zwei große Betreuungsräume, einen monitorüberwachten Schlafraum, Küche und Waschräume haben. – und der Flur ist groß genug für eine Bobby-Car-Rennstrecke, schmunzelte Eicker. Viel Zeit bleibt den Frauen nicht mehr bis zum 1. August, denn zunächst stehen noch die Familienurlaube an. - Von Bettina Görlitzer

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