Zwei Monate Probephase beim Projekt der Regionale 2025

Co-Working gratis zum Start

Co-Working in Halver
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Projektmanager Kai Hellmann mit Blick ins Großraumbüro mit vier Arbeitsplätzen und Lounge.

„Wir ziehen in einen leer stehenden Bürokomplex mit dem Ziel, ihn mit Leben zu füllen“, sagt Projektkoordinator Kai Hellmann. Was sich einfach anhört, beschreibt die Grundlagenarbeit für Co-Working- und Start-up-Arbeitsplätze, die zentralen Elemente für das Kreativ-Quartier Wippermann, angesiedelt im Förderprogramm der Regionale 2025.

Halver - In den kommenden acht Wochen bis zum 29. Oktober soll sich herauskristallisieren, wer die flexiblen Arbeitsplätze braucht und wie sie idealerweise gestaltet sein sollten. Bereits in Kürze wird die zurzeit etwas triste Fassade des Hauses Frankfurter Straße 50 peppiger gestaltet sein. Im Innern hat sich schon innerhalb der letzten Tage viel getan.

Stilmix ist gesetzt

Der Stilmix ist gesetzt bei der Genossenschaft Coworkland, die bundesweit zahlreiche solcher Projekte angeschoben hat und als Partner der Stadt Halver für die Umsetzung sorgt. Communitymanager von Coworkland werden die zweimonatige Pop-up-Phase täglich begleiten, die am Mittwoch, 1. September, beginnt.

Möblierung auch im Freien.

Es werden acht Wochen sein mit wöchentlichen Events wie Vorträgen, Konzerten, einem Gourmetabend, einer laufenden Evaluation und einer anschließenden Manöverkritik (» INFOKASTEN). Das Halveraner Unternehmerfrühstück in der kommenden Woche soll nicht zuletzt im Zeichen des Kreativ-Quartiers und der neuen Arbeitsplätze stehen.

Buchung online möglich

Wer in der Testphase dabei sein will, muss sich einfach einbuchen und seinen Arbeitsplatz reservieren. Den gibt’s in der Pop-up-Phase gratis. Laptop und Telefon müssen die Co-Worker selbst mitbringen. Kaffee gibt es heiß und für lau. Ein Drucker ist vorhanden und das Wlan 100 Megabit schnell.

Zwei Büros sind mit jeweils zwei Arbeitsplätzen eingerichtet.

Wer jetzt und wer später – dann kostenpflichtig, aber preiswert – von dem Angebot Gebrauch macht, ist völlig offen. Wer Homeoffice machen will und darf, aber zuhause nicht die nötigen Ressourcen hat, ist ebenso willkommen wie derjenige, der vielleicht Ruhe außerhalb der eigenen vier Wände für seine Hausarbeit braucht. Der Internet-Anschluss reicht auch für Videokonferenzen, und vielleicht gibt es Bedarf für Projektarbeiten im Team außerhalb der gewohnten Firmenräume. Zwei Großraumbüros mit vier Arbeitsplätzen, zwei kleinere mit zweien stehen zur Verfügung im Erdgeschoss und barrierefrei erreichbar.

Erste Reservierungen

Die ersten Anfragen liegen Hellmann bereits vor. Sie kommen von Interessenten, die das Regionale-Vorhaben der Stadt bereits im Vorfeld kannten. Ums weitere Marketing kümmert sich zurzeit der Stadtmarketingverein Halver auf verschiedenen Social-Media- und Printkanälen. Direkt im Netz den Arbeitsplatz buchen geht auch: Coworkland Halver zu googeln, führt direkt auf die Seite.

Platz gibt‘s auf Absprache auch für Kinder.

Am Ende ist die Co-Working-Area aber kein Selbstzweck, sondern Bestandteil der Regionale-Bewerbung der Kommunen Halver und Schalksmühle, Meinerzhagen, Kierspe und Herscheid.

Mehrere Bausteine fürs Kreativ-Quartier

Das Wippermann-Areal, dass die Stadt 2020 von den Erben der Halveraner Unternehmerfamilie erwerben konnte, soll mit mehreren Bausteinen belebt werden. Die Übernahme bedeutet die Sicherung des Werkhofs an seinem angestammten Platz. Der südliche Bereich in Richtung des Kulturbahnhofs bietet Platz für Wohnbebauung. Und städtebaulich würde die unternutzte Fläche eine Verbindung herstellen zwischen den mit der Regionale 2013 bereits aufgewerteten Flächen rund um das Rathaus.

Die Kaffeeflat ist inklusive.

Vom Potenzial am interessantesten aber dürfte der Teil des innerstädtischen Geländes sein, der gerade mit den Co-Working-Places angegangen wird. Denn nach wie vor im Raum steht die Idee eines sogenannten „Digital Hubs“, eines außerschulischen Lernorts als Schnittstelle zwischen Schulen, Wirtschaft und Hochschulen. „Schüler vernetzten sich mit Firmen“, skizziert Hellmann den Grundgedanken, übernehmen vielleicht sogar Aufgaben aus der Wirtschaft.

Die Lounge für die Pausen.

Stagehalle und freie Außenflächen könnten Platz bieten für Kulturveranstaltungen. Und auch Gastronomie könnte noch integriert werden in die Immobilie, in der die Wippermann-Verwaltung früher saß. Über die zeitlichen Abläufe sagt eigentlich zunächst der Name des Förderprogramms etwas aus. Regionale 2025 bedeutet, dass 2025 das „Präsentationsjahr“ ist. Bis dahin also sollte alles zumindest abgerechnet und in trockenen Tüchern sein. Doch das muss nicht heißen, dass nichts früher geht. Begeistert sich auch das Land als Fördergeber für den erneuten innerstädtischen Aufbruch und fliegen der Stadt die Sterne im Vergabeverfahren zu, könnte der Denkhof, so die noch inoffizielle Bezeichnung, auch sehr viel schneller Realität werden.

Wöchentlich Termine

Mit einem Tag der offenen Tür und einer Spray-Aktion des Künstlers Davis Pahl werden die Co-Working-Places am Freitag, 3. September, für die Öffentlichkeit zugänglich.

Vorgesehen sind jeweils mittwochs nach aktuellem Stand weitere Termine, und zwar am 8. September mit einer Informationsveranstaltung seitens der Stadt und des Büros Loth, das das Projekt begleitet.

Am selben Tag sowie am 29. September und am 13. Oktober sind Vorträge vorgesehen von Unternehmensgründern und ihren Erfahrungen bei der Umsetzung ihrer Existenzgründung.

Für den 6. Oktober vorgesehen ist ein Gourmet-Tag. Veranstalter ist das Stadtmarketing Halver, das das Pop-up-Coworking in Sachen Öffentlichkeitsarbeit begleitet.

Für den 20. Oktober vorgesehen ist ein weiterer Tag der offenen Tür.

Am 27. Oktober kurz vor dem Abschluss der Startphase ist ein Konzert geplant in Zusammenarbeit von Stadtmarketing und Livemusikclub.

Noch nicht abschließend terminiert ist ein Abschluss-Workshop mit Jochen Schröder, Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung Märkischer Kreis.

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