Fundstück vom Trödelmarkt entpuppt sich als Rarität

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Elke Schmidt (l.) und Bärbel Chmilewski überreichten Rudi Olson ihr Fundstück. ▪

HALVER ▪ Als Bärbel Chmilewski beim katholischen Pfarrfest über den Trödelmarkt schlenderte, ahnte sie noch nicht, dass sie an diesem Tag noch eine echte Rarität in den Händen halten würde. Denn: Während des Stöberns stieß sie auf ein von Fritz Kuhne gemaltes Bild.

Kuhne wurde durch seine Bücher, in denen er die plattdeutsche Sprache pflegte, bekannt. 1894 in Lüdenscheid geboren, verschlug es ihn 1947 als Realschullehrer nach Halver. In seiner Freizeit brachte er nicht nur unzählige Texte , die stets Bezüge zu seiner Heimat hatten, zu Papier, sondern er schwang auch den Pinsel.

Das hiesige Heimatmuseum beherbergt eine ganze Sammlung von Erinnerungsstücken an Fritz Kuhne. Aber: „Ein von ihm selbst gemaltes Bild hatten wir bislang noch nicht“, berichtet Rudi Olson, die „gute Seele“ des Heimatmuseums. Umso größer war seine Freude, als Bärbel Chmilewski ihm das Bild überreichte. Zunächst hatte Elke Schmidt das Werk zwischen vielen Rahmen und anderen Bildern auf dem Trödelmarkt entdeckt. Kurz darauf zeigte sie den Fund ihrer Freundin Bärbel Chmilewski. Für diese sei sofort klar gewesen, dass sie das Bild dem Museum schenken will. „Ich konnte es doch nicht im Trödel versinken lassen“, erklärt Chmilewski. Und so habe sie das Werk für einen Euro erstanden, ihm einen neuen Rahmen verpasst und schließlich an Rudi Olson übergeben. Der freut sich sehr über das 40 mal 50 Zentimeter große Fundstück: „Das ist schon eine Rarität. Es passt hervorragend in die Fritz-Kuhne-Sammlung.“ Das Bild zeigt eine Landschaft, mutmaßlich die Lüneburger Heide. Wie alt genau das Werk ist, kann Olson nicht sagen. Aber: „Es wird wohl schon 30 Jahre auf dem Buckel haben.“

Da Bilder von Fritz Kuhne sehr selten zu finden seien, sei auch den beiden Frauen, die selbst malen, nicht auf Anhieb klar gewesen, um was für ein Schätzchen es sich handelte. Erst die Signatur Fritz Kuhnes am unteren Rand des Gemäldes brachte Gewissheit über dessen Herkunft.

„Das Bild wird einen Ehrenplatz erhalten“, verspricht Rudi Olson. ▪ Von Jana Peuckert

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