Doppelter Auftritt in Nicolai-Kirche

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Halver - Ein Familiengottesdienst mit Gesang, Krippenspiel und einer kleinen Multimedia-Show brachte an Heiligabend Leben in die Nicolai-Kirche. Die Gemeinde bot ihn diesmal in doppelter Ausführung an, weil sich auf keinen Fall die Ereignisse von vor einem Jahr wiederholen sollten:

Damals waren 100 Besucher nicht mehr in die Kirche hineingekommen. Dass die Kirche schon bei der ersten Runde voll besetzt war, zeigte, dass sich so etwas in diesem Jahr sicherlich wiederholt hätte.

„Wir werden in diesem Gottesdienst nicht auf heile Welt machen. Aber wir werden den Heiland feiern“, begrüßte Gemeindepädagoge Karsten Drescher die Gemeinde mit viel Schwung und erklärte die Bedeutung der Menschwerdung des Gottessohnes. „Er ist in die Welt hinein- und in unserer Welt untergegangen“, schlug er einen Bogen von Weihnachten zu Karfreitag. Und er erklärte den Unterschied der christlichen Heilserzählung von historischen Geschichten: „Diese Geschichte lebt und möchte Teil deiner und Ihrer Lebensgeschichte sein.“ Dafür wird sie immer wieder neu erzählt – in der Nicolai-Kirche sogar auf zwei verschiedene Arten. Eine Video-Einspielung von animierten Playmobil-Figuren aus der Edition „Heilige Nacht“ präsentierte zunächst den Klassiker, das Lukasevangelium. Das war recht vergnüglich.

Schöner aber war natürlich das anschließende Krippenspiel mit echten Kindern und Jugendlichen. Sie erzählten das Geschehen aus der Sicht von drei Wirten, die es „auch nicht leicht“ hatten und stöhnten: „Tja, wem geht es schon gut?“ Einer von ihnen zeigte sich entsetzt über die schlichtgewandeten Kerle, die plötzlich in ihr Dorf einfielen: „Und dann kamen auch noch wilde Gestalten von den Feldern.“ Damit nicht genug: „Dann gab es auch noch eine Engel-Invasion.“ Doch die von den Geflügelten verkündete Botschaft vom neugeborenen Heiland interessierte die Wirte nur mäßig: „Und ist die Welt vielleicht heiler? Die Römer sind immer noch im Land.“

Und wie seit zwei Jahrtausenden waren ihre Herbergen voll, es blieb nur ein Stall und das Aufseufzen der Kinder in der Nicolaikirche: „Jedes Jahr das Gleiche. Ihr nehmt Jesus nicht auf.“ Sie wussten um die Bedeutung dieses außergewöhnlichen Neugeborenen: „Ich hätte Jesus aufgenommen.“ Mit ihnen kannten die drei elegant gewandeten Weisen auch in diesem Jahr die Bedeutung dieser Geburt.

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