Fanfarencorps tritt im Europapark Rust auf

Das Fanfarencorps der Landsknechte hat kürzlich fünf neue Mitglieder aufgenommen. - Fotos: Finger

Halver - Hans-Peter Moch und die Landsknechte sind stolz und aufgeregt. Der Geschäftsführer des Fanfarencorps fährt am Wochenende mit insgesamt 45 Mitgliedern nach Rust in den Europapark. „Mit Fotos und Videos hatten wir uns bei der Bayrischen Musikakademie schon mehrfach beworben. Diesmal dürfen wir dabei sein“, freut sich Moch. Nur 17 Hobby-Vereine aus ganz Deutschland dürfen dort am kommenden Samstag beim „Tag der Musik“ auftreten. Die Halveraner werden das Programm mit zwei Auftritten aktiv mit gestalten.

Doch nicht nur der anstehende Termin in Bayern macht den Mitgliedern des 1958 gegründeten Vereins aktuell Freude. Fünf neue Mädchen und Jungen, zwischen acht und 14 Jahren, sind kürzlich dem Fanfarencorps beigetreten. „Beim Ferienspaß in Oberbrügge und im Jugendzentrum konnten viele Kinder unsere Instrumente und die Fahnen ausprobieren. Durch Mundpropaganda und den Multiplikatoreffekt haben so die Jüngeren zu uns gefunden und wollen sich beteiligen“, sagt Moch über die Ankunft der Neuzugänge. Die Anzahl der Mitglieder hat sich aktuell auf etwa 50 erhöht. Mit der gestiegenen Mitgliederzahl will der Fanfarencorps auch die musikalische Bandbreite erweitern. Im Zuge dessen wurde kürzlich eine neue Überschlagspauke in den Vereinsfarben Schwarz und Weiß angeschafft. Zudem ziert das Halveraner Stadtwappen das Paukenfell, denn die Landsknechte wollen ihre Heimatstadt bei ihren Auftritten repräsentieren. Diese führen die Musiker mittlerweile durch ganz Deutschland. „Die Besonderheit ist, dass bei der Pauke beide Fellseiten bespielbar sind. Sowas haben wir bisher nicht in unserem Repertoire gehabt“, erklärt Dirk Erlinghäuser, der im Verein für die Schlaginstrumente verantwortlich ist.

Vor zwei Jahren hatten die Fanfaren bereits ihr Instrumentenarsenal, das mittlerweile zehn verschiedene Instrumente umfasst, durch den Erwerb von Becken und einem Glockenspiel erweitert. „Das macht unsere Auftritte, bei denen wir komplett auf mechanische Hilfsmittel verzichten, noch hochwertiger. Mit den zusätzlichen Instrumenten haben wir mehr Möglichkeiten und können weitere Stücke proben und aufführen“, sagt der Geschäftsführer der Landsknechte zu den kommenden Projekten, für die die Landsknechte seit einigen Monaten unter neuer Leitung üben.

Seit Februar haben die Landsknechte mit dem semiprofessionellen Musiker Matthias Haschka einen neuen Ausbilder im Team, der alle zwei Wochen beim Training an der Mühlenstraße vorbeischaut. Bisher ist Haschka mit dem gemeinsamen Engagement sehr zufrieden. „Das ist ein sehr guter Verein mit tollen Musikern. Natürlich steht für alle Mitglieder der Spaß weiterhin an erster Stelle“, sagt Haschka über die bisherige, sechsmonatige Zusammenarbeit. Er wolle neue, musikalische Impulse setzen und kleinere Fehler ausmerzen. Mit ihm möchte das Fanfarencorps sich musikalisch verbessern und das Niveau der Auftritte weiter steigern.

Von Benny Finger

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