Neues Angebot: Biotonne auf Baubetriebshof

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Seit kurzer Zeit steht auf dem Gelände des Baubetriebshofs eine Biotonne (auf unserem Bild Mitarbeiter Helmut De Vuyst).

Halver - Eine AA-Leserin war ganz verdutzt, als sie jetzt im Fernsehen sah, dass ein Mitarbeiter des Baubetriebshofs Halver eine Biotonne vor laufender Kamera öffnete. „Es ist ein zusätzliches Angebot“, erklärt Kämmerer Markus Tempelmann nun auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers.

Neben der Rasen- und Strauch- sowie Baumschnittentsorgungsmöglichkeit können die Halveraner jetzt auch Biomüll (Essensreste) zum Bauhof bringen. Eigentlich hatte der Landesumweltminister die flächendeckende Einführung einer Biotonne gefordert, doch der Märkische Kreis und 13 seiner Kommunen hatten sich dagegen entschieden. Nur in Lüdenscheid und Neuenrade gibt es Biotonnen.

Denn durch die Einführung eines Biomüllsystems wurden dramatische Kostensteigerungen befürchtet. Einerseits durch das Einsammeln und Entsorgen des Biomülls. Auf der anderen Seite aber aber durch einen Rückgang des Restmülls und damit verbundener Steigerung bei den Verbrennungskosten in der Iserlohner Anlage.

Aus diesem Grund, so erklärt Markus Tempelmann, habe man sich entschlossen, das zusätzliche Angebot einer Biotonne zu unterbreiten. Der Märkische Kreis und seine Städte und Gemeinden sind der Ansicht, damit der Forderung nach einer flächendeckenden Biomüllentsorgung Rechnung zu tragen. Denn beispielsweise gibt es in Halver schon seit Jahren die Entsorgungsmöglichkeit von Rasen- und Baumschnitt.

Und dies beinahe täglich, so der Kämmerer, das gebe es in vielen Kommunen mit Biotonnen nicht. In Halver würde also mehr kompostierbarer Müll gesammelt als in den Biomülltonnen-Kommunen – und dies schon seit Jahren. Der Container steht, wie bereits berichtet, ab dem kommenden Mittwoch wieder zur Verfügung. Nun könnten die Halveraner auch Essensreste über einen Behälter am Baubetriebshof entsorgen.

Darüber hinaus, betonte Tempelmann, würde man von Seiten der Stadt das Kompostieren auf dem eigenen Grundstück begrüßen. Dies werde auch nach wie vor bei den Gebühren honoriert und zwar in der Form, dass die Mindestbehältergröße von zehn Litern pro Person auf neun gesenkt werde – was zu Einsparungen von zehn Prozent führen könne. Wer dazu in der Stadt im Grünen nicht die Möglichkeit haben sollte, darf den Biomüll natürlich auch weiterhin über die Restmülltonne entsorgen.

Von Det Ruthmann

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