Corona in Halver

Zurück in die Kita: Das gilt ab Montag

Ein Junge sitzt im Kindergarten in Halver an einem Tisch und spielt.
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Zurück in die Kita - ab Montag können wieder alle Kinder kommen, der Appell, die Kinder zu Hause zu betreuen, erlischt.

Alle Kinder sind am Montag wieder dazu eingeladen, in die Kita zu kommen. Wir haben dazu mit einer Leiterin einer Kindertageseinrichtung gesprochen.

Halver – Alle Kinder sind am Montag wieder dazu eingeladen, in die Kita zu kommen. Das sagte der NRW-Familienminister Joachim Stamp. Der Appell, die Kinder zu Hause zu betreuen, ist damit aufgehoben. In der katholischen Kita St. Nikolaus rechnet Leiterin Angelika Szymik mit rund 80 Prozent der Kinder am Montag – weiterhin aber nicht mit allen. Sie erklärt, dass Eltern sehr unterschiedlich mit der Situation umgehen.

So hätten einige Familien keine andere Möglichkeit, als die Kinder in die Einrichtung zu bringen. Andere Familien nutzen die Einrichtung wiederum nur dann, wenn es nicht anders geht – das ist dann nicht täglich. Und dann gibt es noch die, die ihre Kinder zu Hause, betreuen, weil es für sie gut funktioniert, beispielsweise weil jemand in Elternzeit ist. „Es gibt Kinder, die haben wir seit Dezember nicht mehr gesehen, aber es gibt auch Kinder, die haben wir seit März 2020 nicht mehr gesehen.“ Manche waren drei Wochen da, bis es den Eltern aufgrund steigender Infektionszahlen zu riskant wurde.

Verständnis hat die Leiterin für jede Familie. Homeoffice, Homeschooling und Betreuung eines Kita-Kindes zu vereinbaren, funktioniert nicht, sagt sie. In dieser Woche läuft in der Einrichtung eine Bedarfsabfrage für kommende Woche. Mit der Angabe der Eltern kann die Kita dann das Personal einplanen, das zum Teil im Homeoffice war, um auch die Erzieher so gut wie möglich voneinander zu trennen. Denn viele Möglichkeiten hat man in einer Kita nicht. Masken und Abstand gibt es nicht. Bisher, sagt Szymik, ist die Kita die einzige in Halver, die noch keinen einzigen Corona-Fall hatte. Dafür ist sie sehr dankbar, und hofft, dass es so bleibt.

Den Brief, in dem der Katholische Kita-Zweckverband kritisiert, dass Erzieher oft vernachlässigt und besser geschützt werden sollten, befürwortet auch sie. Nichtsdestotrotz freuen sich die Erzieher auf die Kinder, die sie lange nicht gesehen haben. „Wir machen unseren Job mit Herzblut“, sagt sie. „Wir wissen, dass uns auch die Kinder vermissen.“ Für die Kleinen in der Gesellschaft, sagt die Erzieherin, ist es gut, dass sie in die Kita können. Eltern können nicht das leisten, was Erzieherinnen leisten. Pädagogisch, aber auch alleine vom Praktischen her. Und: „Die Kinder brauchen Kontakte zu anderen Kindern.“ Über die Monate haben die Erzieher immer versucht, den Kontakt zu den Familien zu halten. Wöchentliche Newsletter mit Tipps gehörten genauso dazu wie das Karnevalspäckchen, das sich jeder abholen konnte – sogar eine „Tüte Auszeit“ für die Eltern.

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