Unklarheiten für Firma in Halver

Schmittenkamp: Wie geht es mit dem Betrieb August Grote weiter?

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Neubaugebiet Schmittenkamp: Wie geht es bei August Grote nach dem Ausbau der Schmiedestraße weiter?

Oberbrügge  - Mit der Bebauung des Wohngebiets Schmittenkamp in Oberbrügge-Ehringhausen könnte für einen alteingesessenen Betrieb ein ernsthaftes Problem entstehen.

Wie der Zulieferbetrieb für die Schmiede August Grote künftig vonstatten geht, ist völlig unklar. Sicher ist: So wie bisher wird es nicht mehr gehen. Firmenchef Norbert Grote hatte die Maßnahme bereits im Vorfeld kritisch beurteilt. 

Außer hohen Kosten für die Erschließung bringe ihm der Ausbau des Sträßchens überhaupt nichts. Als Anlieger würde er über das Kommunalabgabengesetz beteiligt, hatte er bereits im Juni kritisiert. Der Ausbau sei für das Unternehmen existenzbedrohend, hatte er im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger erklärt. 

Es gibt ein neues Problem

Sein neues Problem: Wenn die Bebauung mit 50 Wohneinheiten abgeschlossen ist, sei mit rund 100 Fahrzeugen zu rechnen, die dort an- und abfahren. Doch wenn die Schmiede Material bekommt oder Ware herausgibt, „stehen 25-Tonner, manchmal auch 40-Tonner vor dem Betrieb“, warnt Grote, und das dauere auch teilweise bis zu einer halben Stunde. Die Verkehrssituation werde dort kritisch. Und auch Kinder auf dem Schulweg müssten sich den Platz mit den Autos auf der recht engen Straße teilen. 

Im Bauamt der Stadt Halver teilt man diese Sorge nicht, und zwar aus einem einfachen Grund: Die Belieferung war bislang unkritisch und sei geduldet worden, sagt Stadtplaner Peter Kaczor. Wenn die Straße ausgebaut werde und eine Erschließungsfunktion nicht mehr nur für das Unternehmen erhalte, sei das Be- und Entladen auf dem öffentlichen Verkehrsraum schlicht nicht zulässig. Das Unternehmen müsse sich eigene Möglichkeiten auf dem eigenen Grundstück schaffen, stellt Kaczor klar.

Schulwegsicherung im Blick

Und selbstverständlich habe man bei der Planung auch an die Schulwegsicherung gedacht. Die Schmiedestraße werde erstmals überhaupt einen Gehweg erhalten, wenn auch aus Platzgründen nur einseitig. Sie sei zudem nicht die einzige Möglichkeit für die Kinder, zu Fuß in Richtung Heerstraße und damit in die Schule oder zur Bushaltestelle zu kommen. Auch über Am Hägelchen oder das Sträßchen Auf der Höhe seien fußläufige Verbindungen vorhanden.

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