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Polizei lobt Kirmesbesucher: Friedliches Fest von Fassanstich bis Feuerwerk

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Von: Florian Hesse

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Feuerwerk zum Abschluss der Halveraner Kirmes. © Florian Hesse

Ein „tolles, friedliches Fest“ hatte sich Bürgermeister Michael Brosch zum Auftakt der 376. Halveraner Kirmes gewünscht. Und so sollte es auch kommen.

Halver - Die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind im Rückblick zufrieden. „Sehr entspannt“ nennt Rotkreuzleiter Werner Neuhoff die Lage der vier tollen Tage. Und: „Es macht Spaß hier, mit den Bürgern zusammenzuarbeiten“, fasst Jens Naumann, Leiter der Polizeiwache Halver, das Kirmes-Wochenende zusammen. Ihn freut, dass die Besucher den Einsatzkräften „mit Respekt begegnet“ seien.

Ganz so reibungslos erwartet hatten die Fachleute das Volksfest im Vorfeld nicht. Hitze, Alkohol und die Befreiung von Corona-Auflagen, dazu die erste Kirmes nach zwei Jahren Pause – das hätte auch eine explosive Mischung ergeben können, war die Befürchtung im Vorfeld. Doch das bewahrheitete sich nicht.

Polizeipräsenz Kirmes Halver
Polizei zeigt Präsenz auf der Halveraner Kirmes © Florian Hesse

50 Platzverweise in der Nacht zum Sonntag – das hört sich viel an, hing aber damit zusammen, dass es eine große Gruppe junger Menschen war, die am Kreisel vorm ZOB Sparkasse mit eigenem Alkohol weiterfeierte. Fast allen Beteiligten konnten die Beamten erklären, dass Feierabend sei. Bis auf einem. Der, der sich uneinsichtig zeigte, hätte allerdings besser aufpassen sollen. Denn gegen ihn lagen zwei offene Haftbefehle vor. Das endete mit einer der Ingewahrsamnahmen. Die andere bockte sich eine Frau ein, die am Fenster der Postfiliale eine Bierflasche zertrümmerte und zwei weitere noch heile Flaschen nach den Beamten warf. Auch für sie war danach keine Kirmes mehr angezeigt, sondern Ausnüchterung in Lüdenscheid (wir berichteten).

DRK-Bereitschaft auf der Kirmes Halver
DRK-Sanitätsdienst auf der Halveraner Kirmes. © Florian Hesse

Der aber insgesamt friedliche Verlauf spiegelte sich entsprechend auch beim DRK wider. „Eine superfriedliche Kirmes“ nennt Rotkreuzleiter Neuhoff das Fest. 15 bis 18 Helferinnen und Helfer betreuten die Halver-Kirmes vom Nachmittag in den Morgen, versorgten „ein paar Platzwunden“ und waren unter anderem mit zwei Erstversorgungstrupps auf dem gesamten Gelände präsent.

„Wir müssen nichts anders machen“, findet Bürgermeister Brosch nach vier Kirmestagen, die er allesamt auch selber wahrgenommen hatte. „Ein bewährtes Format in bewährten Händen“, sagt er über die 376. Kirmes. Was ihn stört? „Um 3 Uhr morgens muss man am Getränkestand nicht mehr diskutieren, ob wirklich die Hähne hochgedreht werden. Das ist schon eine kulante Regelung. Die sollte man nicht aufs Spiel setzen.“

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