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ZOB-Umbau: Förderung ist niedriger als erhofft

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Von: Florian Hesse

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Vor der Sparkasse ist die Pflasterung des Gehwegs weitgehend fertiggestellt.
Die grundsätzlichen baulichen Maßnahmen sind bereits abgewickelt und finanziert. Jetzt geht es um die weitere Ausstattung, zum Beispiel mit einem digitalen Fahrgastinformationssystem. (Archivfoto) © Florian Hesse

Die sehnsüchtig erwartete Auskunft zur möglichen Landesförderung für die beiden zentralen Omnibus-Bahnhöfe in Halver liegt im Rathaus vor. Die entsprechende Information bestätigte Bürgermeister Michael Brosch auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers. Doch es gibt einen Haken.

Halver – Zwar gibt es noch keinen Bescheid, aber einen sogenannten Prüfbericht des Nahverkehrsverbundes Westfalen-Lippe. Der ist Grundlage des Förderbescheids durch das Land. Und dieser Prüfbericht beläuft sich nicht auf die erhoffte Fördersumme von deutlich mehr als 800 000 Euro, sondern liegt bei etwa 620 000 Euro deutlich darunter. Wie man mit der Differenz nun umgeht, müssen Verwaltung und Politik in den nächsten Tagen und Wochen ausrechnen und entscheiden.

Bei den beiden Busbahnhöfen geht es um ein Gesamtvolumen von inzwischen etwa 2,6 Millionen Euro. Gestartet war man mit geschätzten Baukosten von 1,8 Millionen Euro. Die Steigerung hatte die Stadt auch entsprechend beim Land angemeldet, mit der Bitte um eine entsprechende Erhöhung der Fördersumme mit einem Landesanteil von 90 Prozent.

Problem scheint nun zu sein, dass nicht alle angemeldeten Positionen und auch Planungskosten beim NWL und damit wohl auch vom Land als förderfähig anerkannt werden. Während die grundsätzlichen baulichen Maßnahmen bereits abgewickelt und finanziert sind, geht es bis zum Abschluss um die weitere Ausstattung der Haltestellen am Schulzentrum und an der Sparkasse.

Mehr Klarheit für Haushaltsberatung

Der Bericht bringe nun mehr Klarheit, was förderfähig sei oder nicht, sagte Brosch. Und er komme zum richtigen Zeitpunkt, nämlich zu den ab der kommenden Woche anstehenden Haushaltsplanberatungen. Denn dann müsse politisch entschieden werden, welche Standards man sich für die Haltepunkte vorstelle beziehungsweise, was unter Umständen verzichtbar sei.

Seine persönliche Einschätzung hatte Brosch bereits vor Monaten im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich gemacht: Die ZOBs müssten für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig aufgestellt werden. Dazu zähle aus seiner Sicht das digitale Fahrgastinformationssystem, das den Kunden der Märkischen Verkehrsgesellschaft präzise zeige, wann der Bus tatsächlich kommt. Halver sei die einzige Stadt im Märkischen Kreis, die noch nicht über derartige Anzeigen verfüge.

Vorgesehen in der Planung waren auch sogenannte „Smarte Bänke“, die Lademöglichkeiten für Handys bieten würden. Auch an dieser Stelle sei offenbar der Rotstift angesetzt worden. Zu Einsparungen könne man an dieser Stelle mit einer Reduzierung der Zahl dieser Sitzgelegenheiten kommen. Entschieden werde das aber in den kommenden Wochen durch die Politik.

Die Aufwertung der ZOBs ist insgesamt kein Selbstzweck. Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, ihre Haltestellen barrierefrei auszurüsten und wird dabei unterstützt durch Fördermittel.

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