Vorhaben für neue Awo-Kita liegen auf Eis

 WHS springt ab von Kita-Projekt

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Halver - Der Neubau der Awo-Kindertagesstätte Wundertüte ist am zunächst favorisierten Standort gescheitert.

Vorgesehen war das Projekt am Ende der Sackgasse Am Hügel nahe der Weststraße und zur jetzigen Einrichtung. Der Aufsichtsrat der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS) gab am Dienstag den Rückzug vom Vorhaben bekannt. Die WHS wäre als Investor aufgetreten und hätte die sechsgruppig geplante Kita an die Awo vermietet. 

Man habe sich „die Entscheidung nicht leicht gemacht“, heißt es in einer Mitteilung aus der Versammlung vom Dienstag. Trotz grundsätzlich positiver Sicht auf das Projekt habe man sich aufgrund planungsrechtlicher Unwägbarkeiten und des damit einhergehenden ungewissen Zeitrahmens gegen den Neubau entschieden. Aus den Reihen des Gremiums wurde allerdings Gesprächsbereitschaft bezüglich anderer möglicher Standorte signalisiert, so das Schreiben weiter.

Bürgermeister bedauert Entscheidung 

„Ich bedauere das zutiefst, weil es zwangsläufig die Verlagerung der Einrichtung im Westen der Stadt nach sich zieht“, sagt Bürgermeister Michael Brosch zur Entscheidung. Klar sei aber: „Wir lassen die Awo nicht alleine.“ Sie arbeite seit Jahrzehnten an der Weststraße. Die neue Beschlusslage bedeute letztlich ja nicht, dass der Awo nun Eltern, Kinder und Erzieherinnen wegliefen. 

Mehr zur neuen Awo-Kita

Trotzdem sieht Brosch die Stadt vor der Aufgabe, dem Träger zu helfen. Konkret bedeute das, dass die Verwaltung dem Rat nach der Sommerpause vorschlagen werde, selbst als Investor für einen Neubau anzutreten. Mögliche Standorte seien in der Prüfung. Wo, wolle er noch nicht öffentlich machen. Das entscheidende Wort habe letztlich die Politik, die nach der Sommerpause in die Haushaltsplanberatungen einsteigt. 

Das letzte Wort hat die Politik

Zunächst müsse in den Gremien und abschließend im Rat ein breiter Konsens gefunden werden, sagt Brosch. Er jedenfalls wünsche, „dass es mit der Awo nahtlos weitergeht“. Wunschtermin für die Inbetriebnahme eines Neubaus wäre das Kindergartenjahr 2021/2022 – das Ziel, dass sich die Awo auch mit der WHS gesetzt hatte.

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