Zeitplan hängt vom Wetter auf der Friedrichshöhe ab

Aktuell ist der Platz abschüssig. Auch daran soll sich etwas ändern.

HALVER ▪ Gerd Rottschy blickt über den Schlackeplatz auf der Friedrichshöhe. Rund um das Spielfeld hat sich bereits einiges getan. Die Fernsicht in Richtung Tal ist nicht mehr durch Bäume und Gestrüpp verstellt.

Am anderen Ende sieht der zweite Geschäftsführer des TuS Ennepe die ersten Ergebnisses eines Projekts, für das sich das Vereins-Urgestein und seine Mitstreiter so lange eingesetzt haben. Füllmaterial für den künftigen Kunstrasenplatz wird angefahren. Die Firma Strabag hat die Arbeit am Donnerstag aufgenommen. „Wir hoffen, dass wir dieses Jahr fertig werden“, formulierte Rottschy vor Ort seinen größten Wunsch zu Weihnachten. Doch der Zeitplan hänge gerade jetzt natürlich vom Wetter ab.

Genau der Regen ist es auch, der am Tag nach dem Startschuss die Arbeiten direkt wieder zum Erliegen brachte. „Es ist zu nass“, stoppte der Strabag-Mitarbeiter Torsten Gatzke am Freitagmorgen seine Maschine. „Wir hoffen, dass es Montag weitergeht.“

Zu tun ist jedenfalls genug. Erst einmal muss der Platz auf eine Höhe gebracht werden: An der zum Vereinshaus zugewandten Seite gilt es, Erde abzutragen, auf der anderen Spielfeldhälfte fehlt hingegen Boden. Nachfolgend ist die Drainage dran, dann folgen die Umrandung, die Schotterschicht und natürlich der Kunstrasen selbst. „Den können wir nur bei trockenem Wetter verlegen und bei Plusgraden“, weist Gatzke auf einen weiteren Knackpunkt hin, den weder Arbeiter noch Verein beeinflussen können. Der Strabag-Mitarbeiter ist nicht mit so einem großen Optimismus ausgestattet wie manch ein Enneper. „Ich gehe davon aus, dass die Arbeiten in das Frühjahr reingehen.“

Auch wenn Rottschy das neue Geläuf herbeisehnt, weiß er doch, dass Geduld gefragt ist. „Wir wollen Qualität haben.“ Und wenn der Boden nicht trocken genug ist, könne eben nicht gearbeitet werden.

Der zweite Geschäftsführer sieht zumindest einen Vorteil des Winters. Am 12. Dezember ist der letzte Spieltag, die meisten Mannschaften kommen erst Anfang März aus der Winterpause – um dann womöglich direkt auf dem neuen Kunstrasenplatz zu starten. ▪ Marco Fraune

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