Zeit drängt für Arbeitskreis „Spielplätze“

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Der Arbeitskreis nimmt die 24 Spielplätze in Halver genauer unter die Lupe.

Halver - Einstimmig beschloss der Ausschuss für Bildung und Jugend bei seiner letzten Sitzung den Antrag der SPD-Fraktion, einen Arbeitskreis „Spielplätze“ zu gründen. Die Zeit für alle Beteiligten drängt.

Das Ziel des Arbeitskreises lautet: Ein „attraktiver“ und „zentraler“ Spielplatz soll zeitnah errichtet werden. Außerdem soll der Arbeitskreis die bestehenden 24 Spielplätze – so viele finden sich auf der Webseite der Stadt Halver – „hinsichtlich Zustand, Erforderlichkeit und Veränderungsbedarf prüfen“.

Die Herausforderung liegt im zeitlichen Druck begründet. Mithilfe des Städtebauförderprogramms „Investitionspaket Soziale Integration im Quartier NRW 2017“ könnten die Kosten für den Spielplatzbau zu 90 Prozent vom Land übernommen werden – allerdings nur dann, wenn der Projektantrag bis zum 3. Mai dieses Jahres eingereicht wird.

Der Arbeitskreis hat noch nicht getagt, die Fraktionen benennen momentan die Mitglieder. Geht es nach Bürgermeister Michael Brosch, könnte die erste Sitzung kommende Woche stattfinden. „Das Projekt muss jetzt in Tritt kommen. Denn niemand weiß, ob es auch nächstes Jahr solch ein Förderprogramm geben wird.“

Eine Aufgabe wird sein, ein passendes Umfeld für den neuen Spielplatz zu finden. Denn die Förderung ist an gewisse Auflagen gebunden, so zum Beispiel an einen zentralen Standort in der Stadt.

Von Seiten der Verwaltung habe man sich diesbezüglich schon Gedanken gemacht, erläutert Brosch, denn: „Sonst verlieren wir zu viel Zeit.“ Wo genau ein neuer, zentraler Spielplatz im Stadtgebiet entstehen könnte, wollte der Bürgermeister noch nicht verraten. Zunächst einmal müsse man im Arbeitskreis zu konkreten Ergebnissen kommen.

Eine weitere Aufgabe des Arbeitskreises: Die Mitglieder sollen überprüfen, ob die 24 Spielplätze in jetziger Form bestehen bleiben können und sollen. „Für einige Spielplätze ist der Pflegeaufwand für die Mitarbeiter des Bauhofs sehr hoch. Dabei gibt es für manchen Ort gar keine Zielgruppe mehr“, sagt Brosch. Die Überlegung lautet also: Zentrale Standorte stärken und attraktiver machen – und dezentrale, nichtgenutzte Spielstätten, möglicherweise auflösen. „Da müssen wir ernsthaft drüber sprechen, ob dieser Bedarf an Spielplätzen noch gegeben ist. Das ist keine verkappte Sparnummer, die wir hier machen wollen. Wir wollen, dass Kinder und Eltern etwas davon haben und soziale Kontakte entstehen.“

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