Metallteil durchschlägt Fensterscheibe

Ein mehr als faustgroßes Loch klafft im Wohnzimmerfenster von Helga Fischer. Ein großes Metallteil war bei Arbeiten auf dem Bahngelände zu einem gefährlichen Geschoss geworden. - Fotos: Ruthmann

Halver - Der Schrecken war Helga Fischer tief in die Glieder gefahren, war auch mittags noch groß: Die Halveranerin wohnt dort an der Hagedornstraße, wo auf der gegenüberliegenden Seite mit der Erschließung des Bahngeländes begonnen wurde.

Sie hatte gerade die Gießkanne von der Fensterbank im Wohnzimmer geholt, um Blumen zu gießen, und ging zur Esszimmertür. Glücklicherweise, denn in dem Moment gab es einen lauten Knall: Ein etwa zehn Zentimeter großes Metallteil durchschlug die Doppelverglasung des Fensters und prallte wenige Zentimeter unterhalb des Lichtschalters von der gegenüberliegenden Wand ab. Wäre Helga Fischer durch diese Tür gegangen, wäre sie möglicherweise von dem Teil getroffen worden. Überall im Wohnzimmer, auf dem Teppich, auf dem Tisch und dem Sofa lagen die Scherben.

Offensichtlich war durch einen Häcksler oder andere Maschine das Metallteil vom Bahngelände - dort gab es früher einen Schrotthändler - über die Hagedorrnstraße bis zum Haus der Fischers katapultiert worden. Ein zweites kleineres Metallteil wurde ebenfalls zu einem gefährlichen Geschoss: Es steckte im Putz des Hauses, dicht neben dem demolierten Fenster.

Die Polizei ging mit dem „Beweisstück“ zur Baufirma, deren Versicherung für den Schaden aufkommen wird. „Bloß gut, dass kein Mensch zu Schaden kam“, atmete Helga Fischer tief durch.

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