Zauberflöte: Fantastisches Spektakel am AFG

Die Premiere der Zauberflöte war ein voller Erfolg. ▪

HALVER ▪ Ein altes Stück - und doch sehr modern. Junge Interpreten – und doch total souverän. Erstmals führten Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG) am Mittwochabend eine Oper auf. Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart. Und das konnte sich definitiv sehen, aber vor allem hören lassen. Ein fantastisches Spektakel also, in einer nicht komplett besetzten Aula. Schade um jeden Stuhl, der leer blieb.

Allein der schräge Vogelfänger Papageno zog alle Blicke auf sich. Mit seiner knallgrünen, krausen Lockenmähne und den bunten Federn spielte und sang sich Lennard Reiling (7b) sofort in die Herzen der Zuschauer. Er war Tamino, Aylina Westermann (7a), zwar nicht immer eine Hilfe beim Kampf um seine große Liebe Pamina, Saskia Hensel (7b). Doch am Ende wurde auch er selbst mit einer Frau, der ebenso schrillen Papagena alias Stefanie Schmidt (7b), belohnt.

Fantastisches Spektakel "Zauberflöte"

Doch bevor das geschafft war, erlebten die Gäste zwei vergnügliche Stunden – voll mit Wortwitz, talentierten Schauspielern und tollen Sängern. Musiklehrer Stefan Lehmkuhl, früher Kirchenmusiker, war es, der sich mit den Schülern der Unterstufe erstmals an eine Oper herangewagt hatte. Und auch wenn er seit einem halben Jahr intensiv mit den jungen Musikern geübt hatte – vor dem Auftritt war er sehr nervös. In der Pause sah das dann schon anders aus: „Es läuft hervorragend. Die Schüler sind toll.“ Besonders stolz war er, dass die Jungen und Mädchen selbst die Mehrstimmigkeit mit Bravour meisterten. Und warum ausgerechnet Mozart? „Weil der Inhalt auch für junge Leute fassbar und es dennoch eine Herausforderung ist.“

Eine Herausforderung, die gemeistert wurde. Und eine Herausforderung, an der alle Teilnehmer sichtlich leidenschaftlich mitwirkten. Und während Stefan Lehmkuhl für die Musik verantwortlich war, hatte seine Kollegin und Kunstlehrerin Dörte Pollmann die Szenen mit den Schülern einstudiert. Während des gesamten Stücks begleiteten zudem Werner Schröder und Maike Lehmkuhl die Sänger auf dem Klavier. Und die Oberstufenschülerinnen Annika Wallmann und Eileen Müller sorgten für ein spektakuläres Bühnenoutfit beziehungsweise Bühnenbild. Mehrere Wochen Arbeit – die sie im Rahmen ihrer Facharbeit leisteten.

Schulleiter Paul Meurer lobte das Engagement aller und brachte es am Ende der Veranstaltung auf den Punkt: „Das war witzig und spritzig – alles andere als alt.“ ▪ Lisa Weber

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare