Zahl der U3-Kinder in Halver stabil

HALVER ▪ Insgesamt 40 Kinder im Alter von bis zu drei Jahren nehmen in Halver aktuell ein mit öffentlichen Mitteln gefördertes Angebot der Kindertagesbetreuung in Anspruch. Damit ist die Zahl der betreuten U3-Kinder identisch mit der des Vorjahres, wie Matthias Sauerland, Jugendhilfe-Planer des Kreisjugendamtes, gestern auf Anfrage unserer Zeitung erklärte.

Damit liegt Halver im Vergleich zu den Zahlen für Nordrhein-Westfalen nicht im Trend: Nach Angaben des Statistischen Landesamtes IT.NRW besuchten Anfang März dieses Jahres 70 800 Kinder mit öffentlichen Mitteln geförderte Kindertageseinrichtungen. Das entspricht IT.NRW zufolge einer Zunahme um 12,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Betreuungsquote der Kinder unter drei Jahren habe sich damit von 14 auf 15,9 Prozent erhöht. „In Halver herrscht eine andere Situation als in größeren Städten, wo Eltern unbedingt eine Betreuung für ihr Kind brauchen. Es ist in Halver durchaus möglich, dass es Wartelisten für die Einrichtungen gibt, auf die sich Eltern schon mal setzen lassen“, sagt Sauerland.

Einen weiteren Erklärungsansatz für die stabile Quote biete darüber hinaus das Prinzip des „bedarfsgerechten Ausbaus“: Sauerland zufolge wird zunächst der Umfang des Betreuungsbedarfs für Kinder unter drei Jahren ermittelt.

Anschließend stelle sich die Frage, in welchen Einrichtungen überhaupt Räume zur Verfügung stehen oder geschaffen werden können, um U3-Kinder betreuen zu können. „Diese Kinder haben erhöhten Schlafbedarf, zudem werden Wickelräume benötigt. Das muss natürlich alles berücksichtigt werden“, erklärt der Jugendhilfe-Planer.

Abschließend würden die finanziellen Möglichkeiten abgeschätzt, die für einen Ausbau der öffentlichen Betreuung der Kinder unter drei Jahren in Frage kommen. Die so genannten Investivmittel, die Bund und Land bereitstellen, flössen allerdings nur dann, wenn Träger bereit sind, Eigenmittel aufzubringen, so Sauerland weiter.

In den Jahren 2009 und 2010 war jeweils ein Anstieg der unter dreijährigen Kinder, die ein mit öffentlichen Mitteln gefördertes Angebot der Kindertagesbetreuung in Anspruch nahmen, zu verzeichnen: Die Zahl stieg von 24 Kindern (2008) zunächst auf 34 im Jahr 2009 und im Folgejahr auf 40.

In Halver gibt es sechs mit öffentlichen Mitteln geförderte Kindertagesstätten: die jeweils zwei evangelischen und katholischen Einrichtungen sowie die Awo- und DRK-Kindertagesstätten. ▪ Sven Prillwitz

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