Zahl der Straftaten in Halver steigt an

- Symbolbild

Halver - Die Polizei im Märkischen Kreis konnte im vergangenen Jahr (gegenüber 2012) einen leichten Rückgang um 1,3 Prozent bei den Fallzahlen bei der Kriminalität verzeichnen – ganz anders lief es in Halver, wo die Anzahl der Straftaten um 18 oder 2,65 Prozent anstieg.

Gleichzeitig verringerte sich die Aufklärungsquote: Wurden im Jahr 2012 etwas mehr als die Hälfte (50,59 Prozent) aller Verbrechen aufgeklärt, konnte die Polizei in 2013 45,11 Prozent der Täter ermitteln.

Es gab sowohl in 2012 als auch in 2013 jeweils eine sogenannte „Straftat gegen das Leben“. Erfreulich ist sicherlich, dass die Zahl der Sexualdelikte um 14,29 Prozent von sieben auf sechs sank. Darunter wurde in den beiden Vergleichsjahren jeweils eine Vergewaltigung beziehungsweise schwere sexuelle Nötigung registriert, aber keinen sexuellen Missbrauch von Kindern mehr – im Jahr 2012 gab es noch drei Fälle.

Ein ähnliches Bild ergab sich im Bereich „Raub“: Hier sank die Zahl der Fälle ebenfalls um 14,29 Prozent von sieben auf sechs. Darunter war im vergangenen Jahr ein Handtaschenraub. Im Jahr 2012 gab es keinen, dafür aber drei „sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen und Plätzen“, die in 2013 nicht verzeichnet wurden.

Größere Rückgänge weist die Kriminalstatistik für Halver bei den Körperverletzungen und beim Diebstahl aus: die Fallzahlen veringerten sich um 13,79 Prozent von 87 auf 75 – gefährliche oder schwere Körperverletzung um 50 Prozent von 20 auf zehn – sowie um 3,94 Prozent von 254 auf 244, darunter auch der Diebstahl von Fahrzeugen, der um 33,33 Prozent von sechs auf vier sank.

Um 9,52 Prozent gingen zwar die Zahlen des Bereichs „Wohnungseinbruchsdiebstahl“ (von 42 auf 38) zurück, doch musste die Polizei 58,82 Prozent mehr Tageswohnungseinbrüche – die Zahl stieg im vergangenen Jahr um zehn auf 27 – aufnehmen. Beim Diebstahl an oder aus Kraftfahrzeugen gab es 28 Fälle, einer oder 3,7 Prozent mehr als 2012. Doch während die Aufklärungsquote bei den Sexual- sowie Raubdelikten und bei den Körperverletzungen im Jahr 2013 sehr hoch war, zwischen 83,33 und 100 Prozent, blieb sie im Bereich Diebstahl vergleichsweise niedrig, zwischen 2,63 und 25 Prozent. Teilweise deutliche Anstiege wurden bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten (+43,64 Prozent), Sachbeschädigung (+22,4 Prozent) und solche an Kraftfahrzeugen (+36,73 Prozent) verzeichnet – dies mit unterschiedlichen Aufklärungsquoten: Mehr als 60 Prozent bei den Vermögens- und Fälschungsstraftaten sowie knapp 21 beziehungsweise 15 Prozent bei den Sachbeschädigungen. Letztlich weist die Statistik einen Rückgang um 21,88 Prozent bei den Rauschgiftdelikten und um 37,93 bei der Gewaltkriminalität aus. Dagegen stieg die Straßenkriminalität um 12,03 Prozent an. - det

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