Das Wunder „wachsender Baum“

Sophie und Sarah Lutze haben bei der Wahl zum Baum des Jahres einen neuen Kirschbaum gewonnen. ▪ Domke

HALVER ▪ Halver, die Stadt im Grünen, ist von Wiesen und Wäldern umgeben und auf dem Wappen der Stadt thront als Wahrzeichen ein mächtiger Baum. Da wäre es ja eigentlich schon fast unüblich, wenn diese Stadt ohne einen Baumverein auskäme, also einem Verein, der sich der Förderung Halveraner Bäume annimmt.

Und so feierte am Samstag und Sonntag der Halveraner Baumverein sein zehnjähriges Bestehen und eröffnete aus diesem Anlass eine Austellung im Heimatmuseum an der Von-Vincke-Straße. Zahlreiche Gäste waren erschienen, um sich gemeinsam mit der Initiatorin und ersten Vorsitzenden Brigitta Helfrich an die vergangenen Jahre zu erinnern und sich zugleich neuen Herausforderungen, neuen Aufgaben zu stellen.

„Ein wachsender Baum ist ein Wunder und wir möchten unser Wissen gerne weiter geben und das Bewusstsein eines jeden Bügers stärken“, so Helfrich. Unter den Gästen befanden sich neben dem ehemaligen Bürgermeister Hans-Jürgen Kammenhuber auch das derzeitige Stadtoberhaupt Dr. Bernd Eicker und Gehard Bremicker, den Helfrich nicht nur als großen Unterstützer in finanziellen Belangen, sondern vor allem als großen Baumfreund dankend erwähnte.

Gerade in den Gründungszeiten des Baumvereins musste der ein oder andere schwierige Pfad bezwungen werden, bevor die Baumfreunde auf einem erfolgsversprechenden Weg waren. „Heute ist der Baumverein zu einem festen Bestandteil des Allgemeinwesens geworden und trägt positiv zum Image unserer Stadt bei“, betonte Eicker in seiner Ansprache. Musikalisch untermalt wurde die Ausstellungseröffnung von den Kindern der Lindenhofschule, die fröhliche Lieder anstimmten.

Lehrerin Eveline Scharwächter hatte mit ihren Schülern zudem Geschichten geschrieben, die nun an einer großen Wand Teil der Ausstellung sind. Die „Herzbaumgeschichten“ erzählen von Erfahrungen und Begegnungen, welche die Kinder mit und in der Natur gemacht haben. Und so stürmten die Gäste nach dem offiziellen Teil die zahlreichen Ausstellungsstände, um sich mit der Arbeit des Baumvereins vertraut zu machen.

Unter anderem erläuterte Diplom-Forstwirt Thomas Bette Aufbau und Strukturen eines Baumes. Zudem steht er neben Bettina van Giesen jederzeit den Bürgern bei Fragen zur Pflege eines Baumes zur Seite. Claus Wunderlich hingegen ließ die Besucher unter dem Mikroskop die einzigartige Zellstruktur der „grünen Riesen“ erforschen, während für Kinder Fühl- und Riechspiele auf dem Programm standen. Martin Halbrügge hofft, mit der Ausstellung eine größere Akzeptanz für die „grüne Lunge unseres Planeten“ zu erwirken, denn, so der Baumfreund, „man kann nur das achten, was man liebt“. Die vielseitige Ausstellung ist noch bis zum 20. November geöffnet. ▪ Friederike Domke

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