Workshop zum 3D-Druck im Jugendcafé Aquarium

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Philipp Hamann (Mitte) leitete den zweitägigen Workshop, bei dem den Teilnehmern das Thema 3D-Druck zunächst durch eigenes Basteln vermittelt wurde.

Halver - In einem zweitägigen Workshop konnten sieben Jungen im Jugendcafé Aquarium in die Welt des 3D-Drucks hineinschnuppern. Bevor die Teilnehmer an digitalen Modellen herumtüfteln konnten, wurde erst einmal – ganz klassisch und analog – mit Papier, Schere und Klebstoff gebastelt.

Die elf bis 13 Jahre alten Kinder saßen um einen Tisch herum und versuchen, eine dreidimensionale Maske aus Papier zusammenzubauen. Das Schnittmuster wurde in einem 3D-Programm designt und dann zweidimensional, also mit einem ganz normalen Drucker auf Papier ausgedruckt.

„Beim Basteln machen die Kinder es wieder zu einem dreidimensionalen Objekt, sie sind quasi selbst 3D-Drucker“, erklärt Philipp Hamann vom Kölner jfc Medienzentrum, das vom NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration gefördert wird. Das FabLab des jfc – kurz für Fabrication Laboratory (Fertigungslabor) – soll Kindern und Jugendlichen den 3D-Druck näherbringen.

Im Jugendcafé Aquarium befasste sich ein zweitägiger Workshop mit dem Thema 3D-Druck.

Die unerwartete Bastelstunde, die zur Einführung in das Thema dient, hat für die Teilnehmer durchaus etwas Frustrationspotential. Mit Sätzen wie „Einmal und nie wieder“ kommentieren sie die unerwartete Bastelstunde, bleiben aber hartnäckig am Ball. Warum sie bei dem Workshop mitmachen? „Aus Spaß und weil ich das mal kennenlernen wollte“, sagt zum Beispiel Piet, einer der Teilnehmer.

Hamann und seine FabLab-Kollegen Edgar Martinez und Malte Hinrichs hatten zwei 3D-Drucker mitgebracht. Dazu lernten die Kinder verschiedene Programme kennen, mit denen sie dreidimensionale Objekte kreieren könne – vom kostenlosen Einsteigerprogramm, das die Kinder auch zuhause nutzen können, bis zur Profi-Software.

Philipp Hamann zeigt einen Scanner, mit dem Objekte und Personen erfasst werden können, um sie dann in einem 3D-Programm zu bearbeiten.

„Wir geben dann Aufgaben zum Nachmachen vor“, sagt Hamann. Zum Beispiel kann ein kugelförmiger Schlüsselanhänger mit den Programmen individuell gestaltet werden. Aber auch eigene Ideen können die Kinder umsetzen, erste Ideen reichten von einem kleinen Auto bis zur personalisierten Handyhülle, berichtet Hamann.

Auch sich selbst konnten die Jugendlichen im Jugendcafé scannen, in ein Programm hineinladen und verändern. Das könne man auch als Partnerübung machen, sagt Hamann. „Es ist so, wie wenn man sich zeichnet, nur dass man versucht, sich nachzubauen.“

Das jfc

Das Kölner jfc Medienzentrum ist eine Fachstelle für Kinder- und Jugendmedienarbeit und fördert die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen und ihre aktive, gestaltende Partizipation durch und an Medien. Die medienpädagogische Arbeit umfasst die Sparten Film, Internet, Video, Radio, Fotografie und das FabLab.

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