AFG und DFB wollen an einem Strang ziehen

Manfred Deister (links) und AFG-Schulleiter Paul Meurer unterzeichneten gestern den Kooperationsvertrag, der das Halveraner Gymnasium ab sofort als „Partnerschule für den Fußball“ ausweist. Die Kicker der Schule der Jahrgangsstufen sieben und acht freuten sich – und schauten ihnen dabei über die Schultern. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Das Anne-Frank-Gymnasium (AFG) ist seit Freitag offizielle „Partnerschule des Fußballs“. Funktionäre des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW), des Fußballkreises Lüdenscheid und des Märkischen Kreises waren gestern anlässlich der offiziellen Vertragsunterzeichnung in Halver zu Gast. Darunter auch ein Vertreter mit bekanntem Namen.

Schließlich konnte AFG-Schulleiter Paul Meurer einen echten Hrubesch begrüßen: Herbert, der Bruder des einstigen „Kopfballungeheuers“ und heutigen U19-Nationaltrainers Horst, ist Koordinator der DFB-Stützpunkte im westlichen Westfalen und ließ es sich ebenso wenig nehmen, sich das Halveraner Gymnasium anzuschauen wie Manfred Deister, Präsidiumsmitglied des FLVW und Vorsitzender des Jugendausschusses in diesem Landesverband.

„Heute ist ein schöner Tag für unsere Schule“, sagte Gastgeber Paul Meurer, der sich von der Kooperation mit Verbänden und Vereinen einen Mehrwert für seine Schule, aber nicht zuletzt auch seiner Schüler verspricht. „Uns ist es wichtig, die modernen Methoden und Techniken, die wir vom DFB nun vorgegeben bekommen, umzusetzen“, so der Schulleiter. Denn ab sofort werden die Sportlehrer des AFG in Sachen Fußballtraining regelmäßig speziell geschult, wie auch Herbert Hrubesch erklärte. Er wies auf entsprechende Fortbildungen in der Sportschule Kaiserau hin, an denen etwa Lehrer Martin Wittmann und Referendar Daniel Nafzieger teilnehmen werden. Und auch zwei Pädagoginnen seien bereits für die Betreuung fußballinteressierter Mädchen gewonnen worden, erklärte Meurer. Nicht ohne Grund: „Es ist ungeheuer wichtig, auch die Mädchen mitzunehmen“, betonte Uwe Steinebach vom Ausschuss für Schulsport im Märkischen Kreis. In den vergangenen Jahren habe der Mädchenfußball schließlich einen rasanten Aufschwung erlebt, den es zu nutzen gelte.

FLVW-Präsidiumsmitglied Manfred Deister freute sich indes, mit dem AFG eine weitere Schule für eine Kooperation gewonnen zu haben. Mittlerweile arbeite man in Westfalen mit mehr als 40 Lehreinrichtungen zusammen. Dabei nutze man gleich mehrere Schnittstellen für eine ergiebige Zusammenarbeit: Da ist zum einen die Schulung der Lehrkräfte, zum anderen die Verknüpfung zwischen Schulen und heimischen Clubs, die auf junge Talente, die noch nicht im Verein spielen, von der Schule hingewiesen werden sollen. Zudem organisiert Koordinator Herbert Hrubesch regelmäßig Turniere, in denen sich die Schulen miteinander messen können. So sollen die Schüler ein Ziel haben, auf das sie im Training an der Schule hinarbeiten können.

Derzeit steht der Freitagnachmittag nach der sechsten Stunde für 14 interessierte Siebt- und Achtklässler des AFG ganz im Zeichen des Fußballs. „Dabei wird nicht nur gespielt, sondern auch systematisch trainiert“, betont Referendar Daniel Nafzieger, selbst passionierter Fußballer. Wenn aus diesem Training heraus einige noch nicht organisierte Spieler an die heimischen Fußballvereine weitervermittelt werden könnten, würden alle profitieren, so hieß es am Freitag unisono. Ob es dann für einen neuen Götze reicht, spielt keine Rolle, wie Herbert Hrubesch betont: „Es geht uns um die Breite. Ob daraus ein Stützpunkt- oder Auswahlspieler hervorgeht, ist eine ganz andere Sache.“ ▪ Frank Zacharias

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