Bürgerzentrum am Park wird abgerissen

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Halver- Die Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle übernimmt die städtischen Immobilien Von-Vincke-Straße 22 und 24 – das Bürgerzentrum und das benachbarte frühere DRK-Gebäude.

Vereinbart zwischen der Stadt Halver und dem Wohnungsunternehmen ist eine Übergangsfrist bis Oktober 2018. Dann werden die Gebäude abgerissen. Auf der innerstädtischen Fläche werden seniorengerechte Wohnungen errichtet als Anschlussbau zur Wohnanlage Mittelstraße 15, ebenfalls ein Projekt der WHS.

Die Entscheidung über das Grundstücksgeschäft fiel am vergangenen Mittwoch im Hauptausschuss. Auch der Rat muss am Montag in seiner Sitzung (17 Uhr, öffentlich, Aula des Anne-Frank-Gymnasiums) noch zustimmen. Als Grundstücksgeschäft wird dieser Tagesordnungspunkt voraussichtlich im nichtöffentlichen Teil der Sitzung angesiedelt.

Handlungskonzept in Vorbereitung

Die etwa anderthalbjährige Übergangsfrist ist vereinbart, um ein Handlungskonzept zu finden zur Unterbringung der Vereine, Verbände und Organisationen, die im Gebäude des Bürgerzentrums ihren Sitz haben. Die Räume werden täglich durch die verschiedensten Gruppen genutzt, im Untergeschoss ist unter anderem die Tafel angesiedelt. Auch der Bürgerbusverein ist dort untergebracht. Das Heimatmuseum im Obergeschoss hat Ende Januar seine Türen geschlossen und öffnet demnächst neu in der Villa Wippermann. Auch für einen langjährigen privaten Mieter im Haus Von-Vincke-Straße 24 bedeutet der Abbruch einen Umzug.

Wie viele Wohnungen in welcher Größenordnung auf der Fläche entstehen, konnte WHS-Geschäftsführerin Andrea Craen noch nicht sagen. Richtig sei aber, dass gerade für seniorentaugliche Wohnungen Bedarf in Halver vorhanden sei, sowohl für Alleinstehende wie auch für Eheleute und Lebensgemeinschaften. In diesem Bereich gebe es zurzeit eine Warteliste. Errichtet an dieser Stelle werden durchweg Mietwohnungen.

Engagement auf dem Bahngelände

Eine Überangebot an Wohnungen in Halver sieht Craen derzeit nicht, obwohl auf dem Gelände von Halver-Rollen an der Hermann-Köhler-Straße wie auch auf dem früheren Bahngelände neben dem Fachmarktzentrum weiterer Wohnraum entsteht. Aus diesem Grund engagiert sich die Wohnungsgesellschaft auch an dieser Stelle: Die verbleibenden beiden Grundstücke hat sich die WHS ebenfalls gesichert und plant dort zwei Mehrfamilienhäuser. Errichtet werden sie in zwei Abschnitten. Das erste Objekt werde acht größere und damit familientaugliche Wohneinheiten umfassen. An dieser Stelle wolle man das Angebot des Unternehmens ausbauen.

Die Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle mbH ist mit fast 1900 eigenen Wohnungen sowie ca. 670 verwalteten Objekten in den Gemeinden Halver, Schalksmühle und Lüdenscheid vertreten. Am 9. März 1928 gründeten mehrere Arbeitnehmer, vorwiegend aus dem metallverarbeitenden Bereich, zum Zweck der Errichtung neuen Wohnraums die „Gemeinnützige Baugenossenschaft Halver eGmbH”, die Vorläuferin der heutigen „Wohnungsgesellschaft”. Im größeren Stil wird erst Mitte der 30er Jahre gebaut. Die Kriegszeit lässt die baulichen Aktivitäten bald wieder verebben. Im Jahre 1942 wird die Baugenossenschaft in die „Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle mbH” umgewandelt. Damit blickt die Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle mbH auf ein fast 90-jähriges Engagement im Wohnungsbau zurück.

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