Wohnen und Leben im Alter aktiv gestalten

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Bärbel Wengenroth, Bärbel Meyrich und Siegbert Schomann (von links) haben jetzt ihr Projekt „Wohnen mit Zukunft“ vorgestellt.

HALVER ▪ Die Vorstellungen sind schon recht konkret – aber das, was es in Halver bereits gibt, ist es noch nicht. Bärbel Meyrich, Bärbel Wengenroth und Siegbert Schomann wissen aber genau, dass sie deutlich mehr Mitstreiter benötigen, wenn sie ihr Projekt „Wohnen mit Zukunft“ realisieren wollen. „Wir sind junge Alte und noch aktiv“, verdeutlichen die drei, dass sie „selbst bestimmt und aktiv“ an der Errichtung eines Hauses mit 20 bis 25 Mietwohnungen unterschiedlicher Größen (von 45 bis über 100 Quadratmeter) beteiligt werden möchten.

Damit es nicht nur wenige sind, die sich so etwas leisten können, soll eine Mischfinanzierung zwischen privaten Investitionen und sozial gefördertem Wohnungsbau werden. Ob sie für ihr Projekt einen Verein gründen oder es genossenschaftlich aufziehen werden, steht bislang noch nicht fest. Klar ist für die Projektmitglieder aber, dass sie sowohl bei der Planung des Gebäudes und Gestaltung der Wohnungen als auch letztlich bei der Belegung durch Mieter mitreden möchten. Wobei als bislang einziges Kriterium feststeht, dass in dem Haus niemand wohnen sollte, der sich dann abschottet.

Schomann, Wengenroth und Meyrich bemerken aber, dass nicht an ein Mehrgenerationenhaus gedacht ist, auch wenn man nicht ausschließen will, dass Jüngere oder junge Familien einziehen. Denn die in anderen Städten gemachten Erfahrungen würden zeigen, dass in wenigen Jahren nicht mehr mehrere Generationen in solchen Häusern lebten.

Gleichwohl zeigen sich die drei zuversichtlich, die neue moderne Wohnform im Zentrum der Stadt beziehungsweise in Innenstadtnähe etablieren zu können. Dabei bauen die Projektmitglieder nicht nur auf die professionelle Begleitung von Christine Sendes von ZWAR (Ziwschen Arbeit und Ruhestand), sondern ebenfalls auf die Stadt, die Unterstützung bereits deutlich signalisiert habe – man könnte beispielsweise ein Grundstück auf dem Bahngelände anbieten.

„Vielfältige gemeinsame Aktivitäten, gegenseitige nachbarschaftliche Hilfe und ehrenamtlichen Tätigkeiten verwirklichen, unser privates Leben aber nicht einschränken“ heißt es in einem Entwurf für ein Info-Blatt, das bald erscheinen soll. Allerdings nicht nur in Halver, sondern ebenfalls in Kierspe, Schalksmühle, Breckerfeld und Meinerzhagen – auch von dort können sich Interessierte an dem Projekt beteiligen (siehe Infokasten). Vier Mitstreiter habe man schon in Kierspe und Schalksmühle gewonnen.

Interessierte können selbstverständlich auch am Seminar – das in erster Linie dem Kennenlernen dient – teilnehmen, das vom 25. bis 27. Juni unter der Leitung von Christine Sendes in Sundern stattfindet. Auch ein Vorbeischauen beim nächsten Treffen der Projektgruppe am kommenden Mittwoch, 16. Juni, um 18 Uhr im Bürgerzentrum ist natürlich möglich. ▪ Det Ruthmann

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