Wohin mit dem Wochenmarkt?

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Wohin geht der Markt? Diese Frage stellen sich Händler und Kunden.

Halver - „Es gibt in der Verwaltung keine Überlegungen zur Umsiedlung. Ich sehe den Wochenmarkt an der richtigen Stelle.“ Mit dieser Klarstellung kommentiert Bürgermeister Michael Brosch die Idee, den Markt künftig am Kulturbahnhof und damit in der Nähe des neu entstehenden Fachmarktzentrums unterzubringen.

Aufgekommen war die Debatte mit der Veröffentlichung des Allgemeinen Anzeigers am Samstag. „Kunden und Händler sorgen sich um den Markt“ war der Artikel getitelt, in dem es um die baustellenbedingte Verlagerung des Markts auf den Berliner Platz ging. Eine Vielzahl von Kunden wie auch ein Teil der Händler sähe am Kulturbahnhof perspektivisch die bessere Lösung.

Der Berliner Platz in Randlage der Innenstadt soll dagegen nur Alternativstandort während der Arbeiten am Alten Markt sein. Zudem werden in den Osterferien zwei Bushaltestellen an der Von-Vincke-Straße umgebaut und die Haltestellen an der Frankfurter Straße als Ersatz benötigt. So wird der Markt bis einschließlich 28. April freitags auf dem Berliner Platz aufgebaut.

Doch die Diskussion um den künftigen Standort reicht deutlich tiefer. Für Einzelhändler und Dienstleister bringt er Kundenfrequenz in die vordere Frankfurter Straße. Und erklärtes Ziel der Stadt ist es, diesen Bereich als Einkaufsstraße auch dann zu stützen, wenn das Fachmarktzentrum auf dem früheren Bahngelände im Spätsommer dieses Jahres in Betrieb geht.

Findet dort der Markt nicht mehr statt, merken einige Händler das direkt in der Kasse. In der Drogerie Scholz hat man das am ersten Tag der Marktverlagerung zum Berliner Platz nachgehalten. Etwa ein Drittel weniger Einnahmen verbuchte Inhaberin Carola Scholz als an Tagen mit dem Wochenmarkt direkt vor der Tür. Wechselt der Markt zum Kulturbahnhof, könnten das auch Bäcker, Imbissbetriebe und Apotheken spüren.

Dass dies passiert, dürfte aber auch aus einem anderen Grund unwahrscheinlich sein. Die Flächen am Kulturbahnhof befinden sich noch in der Gewährleistung durch die bauausführenden Firmen. Gebaut sind sie als Parkplätze. Eine andere Nutzung könnte diese Gewährleistung in Gefahr bringen, überlegt Bürgermeister Brosch.

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