Der SGV wird 125 Jahre alt – eine Erfolgsgeschichte

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Ehre, wem Ehre gebührt: Langjährige Mitglieder des SGV erhielten am Ende der Veranstaltung für 10, 25 und 50 Jahre Vereinstreue eine Urkunde vom Ehrenvorsitzenden Horst Wilhelm Klauke.

Halver -  Der Blick nach vorn und zurück, das Genießen des glücklichen Moments und eine frohe Kunde: Am Sonntag feierte der SGV Halver stimmungsvoll sein 125-jähriges Bestehen. Rund 130 Gäste waren bei der Jubiläumsfeier im Saal des Kulturbahnhofs mit dabei.

Zweimal stand der SGV Halver, im Jahr 1891 war die Halveraner Abteilung Gründungsmitglied des Sauerländischen Gebirgsvereins, kurz vor der Auflösung. Doch zweimal konnte dies gerade noch verhindert werden: Horst Wilhelm Klauke, Ehrenvorsitzender des SGV Halver, seit 66 Jahren Vereinsmitglied, 60 Jahre im Vorstand, ließ bei der Feierstunde den Blick über 125 Jahre bewegtes Vereinsleben schweifen. Die schwierigen und belastenden Phasen vor, während und nach den Weltkriegen waren ebenso Elemente seiner Rede wie entscheidende Ereignisse der Vereinshistorie: der Bau der SGV-Hütte am Sticht, die Gründung des Jung-SGV, die Etablierung der Vereinszeitschrift „Der kleine Bote“ und nicht zuletzt die Eröffnung des SGV-Turms an der Karlshöhe 1893, nur zwei Jahre nach Vereinsgründung.

Besagter Turm ist neben der Mitgliederwerbung das wohl wichtigste Projekt des Vereins. Passend zur Feierstunde erklärte Bürgermeister Michael Brosch die Restaurierung und Wiedereröffnung des SGV-Turms als sein persönliches Ziel: „Der Turm soll dauerhaft erhalten bleiben, denn er ist für viele Halveraner identitätsstiftend.“ 350.000 Euro möchte die Stadt im Haushalt für die rund 700 000 Euro teure Sanierung bereitstellen. Zwecks Finanzierung des restlichen Betrags habe die Stadt mit zwei Stiftungen und privaten Investoren hoffnungsvolle Gespräche geführt. Zudem sei ein Förderantrag bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz eingereicht worden. Den Wanderführern und Vereinsmitgliedern dankte Brosch dafür, dass sie seit Jahrzehnten dafür Sorge tragen, dass die Halveraner ihre Umwelt während der Wanderungen ungefiltert erkunden und erfahren können. Denn, so schloss Brosch mit Goethes Worten: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“

Der SGV habe die Wanderbewegung in Deutschland von Anfang an geprägt und die derzeit rund 35.000 Mitglieder täten dies bis heute, lobte Hubert Prange, Hauptfachreferent für Wege im Hauptverein. Er bedauerte indes, dass die wenigsten Wanderer in Deutschland einer SGV-Abteilung beitreten. Schließlich sei es die – gemessen an allen Freizeitwanderern im Land – geringe Anzahl an Vereinsmitgliedern, die die Wege markieren und so einen Dienst für die Allgemeinheit leisten.

Waren die Töne vom Hauptfachreferenten mitunter kritisch, so hellten die musikalischen Töne die Stimmung im Saal wieder auf. Ein Flöten-Vortrag und zwei Auftritte des Gesangvereins Dahlerbrück begleiteten die Veranstaltung auf unterhaltsame Art und Weise. Als der Gesangverein vor Ende des offiziellen Teils ein Medley bekannter Wanderlieder anstimmte, sangen auch die meisten Gäste beschwingt mit. Diesen Schwung gilt es zu nutzen: Auf die nächsten 125 Jahre – Frisch auf, SGV!

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