Im Winter keine Sperrung an der Heerstraße

Vom Landesbetrieb Straßen NRW berichtete Carsten Spreeman als Projektleiter über die Baufortschritte an der Heerstraße.

HALVER -  Nicht wie sonst üblich im Ratssaal, sondern auf verschiedenen Halveraner Baustellen tagte am Dienstag der Bauausschuss der Stadt Halver. Zur Ortbesichtigung derzeit laufender Maßnahmen konnte Ausschuss-Vorsitzender Martin Wolter die Mitglieder begrüßen.

Den Start machten sie an der Heerstraße in Oberbrügge. Carsten Spreemann vom Landesbetrieb Straßen.NRW und verantwortlicher Bauleiter für die Projektabwicklung der dortigen Straßensanierung, gab den Ausschuss-Migliedern einen Ausblick auf bereits abgeschlossene sowie folgende Baumaßnahmen an der L 892. Auf dem ersten von insgesamt drei Bauabschnitten habe man das Verlegen sämtlicher Leitungen bereits abgeschlossen, so Spreemann. „Die erste Frostschutzschicht ist bereits aufgetragen, ein Schritt, der eigentlich erst für das kommende Frühjar vorgesehen war“ (wir berichteten). Für das stetige Vorankommen und die positive Bauentwicklung an der Heerstraße lobte Spreeman nicht zuletzt die „außerordentlich gute Zusammenarbeit“ zwischen dem Landesbetrieb und den Zuständigen der Stadt. Natürlich kam auch die derzeitige Umleitung über Schröders Herweg zur Sprache. Die Straße sei marode und halte den Mehrbelastungen nicht mehr lange stand, vor allem nicht zur kalten Jahreszeit, befanden Andreas Wolter und auch Franz Helmut Engel sowie Christoph Stillger vom Fachbereich „Bauen und Wohnen“. „Die Baustelle wird winterfest gemacht, das heißt eine Vollsperrung während der Wintermonate ist nicht notwendig“, beruhigte Spreemann die Ausschussmitglieder. Wahrscheinlich Ende Oktober wolle man die dafür erforderlichen Maßnahmen abgeschlossen haben.

Neben der Alfred-Jung-Straße im Gewerbegebiet Oeckinghausen, die Fachbereichsleiter Franz Helmut Engel als „Vollerschlossen“ und „bereit für die Bebauung der Grundstücke durch die Firmen NTEC, HoTec und Mayweg“ bezeichnete, führte die Tour des Bauauschusses zudem zum Gewerbegebiet Oeckinghausen-Ost, um die derzeit laufenden Baufortschritte (wir berichteten) zu begutachten. „70- bis 80 000 Kubikmeter Boden wurden hier bereits bewegt“, erläuterte Stillger das Vorankommen, das durch die schwierigen Bodenverhältnisse derzeit gebremst wird. „Sobald es regnet, können wir nicht mehr fahren, da müssen die Arbeiten eingestellt werden.“ Durch eine Vermörtelung versuche man, den Boden standfest zu bekommen. Noch vor dem Winter aber soll eine Baustraße mit Asphaltdecke durch das Gewerbegebiet führen. „Von den rund 86 700 Quadratmetern Gewerbefläche sind noch 33 300 frei“, sagte Kämmerer Markus Tempelmann, der sich über die große Nachfrage trotz bisher wenig aufgefahrener Werbung freute.

Am Neubaugebiet Leyer Sonnenschein machte sich die Ausschuss-Kolonne schließlich ein Bild von den erschlossenen Baugrundstücken und der dort eingesetzten LED-Straßenbeleuchtung, die Christoph Stiller besonders hervorhob. Die schleppend laufende Vermarktung der Grundstücke von gerade einmal 35 Prozent begründeten Tempelmann als auch Martina Hesse (CDU) unter anderem mit der dort getroffenen Erbpacht-Regelung.

Der neue Boden in der Sporthalle Mühlenstraße in der Ganztagsschule war darüber hinaus gerade Andreas Wolter ein Anliegen, der sich über die „Verharzung“ des Bodens durch die Handballer mokierte. Während der Schulzeit, so Wolter, müsse man auf Harz verzichten oder aber die Spieler seien für eine ordnungsgemäße Reinigung des Bodens nach dem Gebrauch der Halle verantwortlich, forderte Wolter. Michael Schmidt, Fachbereich „Bauen und Wohnen“, hingegen erläuterte den Bauauschussmitgliedern die doppelte Anzahl der Linien auf dem neuen Boden und berichtete zudem über die neue Zusatztribüne, die in den kommenden Wochen errichtet werden soll. Dadurch könne die Zuschauertribüne bei Bedarf um vier zusätzliche Sitzreihen erweitert werden.

Von Friederike Domke

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