„Stadtgebiet nicht für WEA öffnen“

CDU und FDP wollen nicht auf Steuerungsmöglichkeiten verzichten und so der Zerspargelung der Halveraner Landschaft Tür und Tor öffnen.

Halver -  Nach intensiven Beratungen nehmen die Fraktionen von CDU und FDP Stellung zum Thema Windenergie in Halver. In ihrem Positionspapier heißt es:

„Wenn die Energiewende in Halver erfolgreich gestaltet werden soll, muss sie die Akzeptanz der Bürger unserer Stadt haben. Die in Halver stattgefundenen Diskussionen der vergangenen Monate haben uns deutlich gemacht, dass insbesondere die Bürger im Außenbereich Halvers die aktuell geplanten Windenergieanlagen (WEA) vielfach als Bedrohung wahrnehmen.“

Ein Grund für die Ablehnung in der Bevölkerung läge eindeutig bei der mangelnden Abstandsregelung zwischen Windenergieanlagen (WEA) und Wohngebieten in NRW. Während andere Bundesländer zu den Mindestab-ständen konkrete Empfehlungen geben würden oder sogar gesetzliche Regelungen geschaffen hätten, erfolge die Festlegung in NRW ausschließlich Einzelfall bezogen. Dies führe zu Mindestabständen von lediglich der zwei- bis dreifachen Anlagenhöhe, schreiben die Zuständigen der Ratsfraktionen von CDU und FDP.

„Durch den Verzicht auf Konzentrationszonen öffnen wir das Stadtgebiet den Projektierern von WEAs.“ Damit wird im gesamten Außenbereich Halvers privilegiertes Bauen von WEA nach Paragraph 35 (5) Baugesetzbuch mit den im Bundesvergleich geringen Mindestabständen möglich.

Weiter heißt es: „Der gestellte Bauantrag für Engstfeld und die Pläne für Halverscheid zeigen das große Interesse von Investoren auch in Halver. Getrieben durch hohe langfristig garantierte Subventionen und niedrige Zinsen wird die Errichtung von WEA für Investoren auch weiterhin lukrativ bleiben. Zu befürchten ist auch, dass Investoren zukünftig vermehrt in Gebiete mit geringen Mindestabstandsregeln ausweichen, da zum Beispiel durch das Abstandsgesetz in Bayern die Neuerrichtung von WEA sehr restriktiv geregelt ist.“

Der Verzicht auf eine Steuerung durch Freigabe des privilegierten Bauens in Halver führe unweigerlich zu negativen Auswirkungen auf Mensch und Natur und zu einer ungesteuerten Verspargelung unserer Landschaft. „Das lehnen wir ab.“

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