Windkraft: Landwirte sollten abwarten

Das Thema Windenergie beschäftigte jetzt auch die Halveraner Landwirte. ▪ Archiv-Foto

HALVER ▪ Wie mehrfach berichtet, gibt es seit der Atomkatastrophe in Japan auch in Halver Überlegungen über erneuerbare Energien. Bei der Hauptversammlung der Landwirte am Montag (wir berichteten) informierte Bau-Fachbereichsleiter Franz Helmut Engel insbesondere über den Schwerpunkt Windenergie, zu dem es einen neuen Erlass von der Landesregierung gibt, „der einiges erleichtern kann“.

Die neuen Anlagen, mit einer Nabenhöhe von 100 Metern und einer Gesamthöhe von bis zu 190 Metern, seien nicht nur leiser, sondern auch wirtschaftlicher als ihre Vorgänger. Unter den neuen Vorgaben müsse nun das gesamte Stadtgebiet noch einmal untersucht werden. Bislang gibt es in Halver nur einen Standort in Kamscheid und eine Vorrangfläche Auf dem Heede. Waldflächen mit Laubbaumbestand und Naturschutzgebiete seien aber tabu. Da es in der Natur der Dinge liegt, dass in der Hauptsache Landwirte die dafür infrage kommenden Flächen zur Verfügung stellen müssten, appellierte Engel an die Versammelten, nicht voreilig Vorverträge mit Betreibern abzuschließen, sondern erst einmal abzuwarten. „Wichtig ist, dass wir die Betroffenen mitnehmen und das, was bundesweit vorgegeben wird, durchleuchten“, meinte Engel. Beispiele aus Nachbarkommunen hätten gezeigt, dass die Akzeptanz dann größer sei. Interessant schien auch die Möglichkeit, Gemeinschaften zu bilden, um selber finanziell zu partizipieren. „Wir brauchen keine Investoren, wir könnten uns alle gemeinsam daran beteiligen, vielleicht mit einem Genossenschaftsmodell“, schlug der Ehrenvorsitzende des Ortsverbandes Walter Panne vor. Horst Höfer hielt es auch für denkbar, dass Bürger und Landwirtschaftsverband gemeinsame Sache machen. „Wir wollen das Geld hier halten und nicht an fremde Investoren abgeben“, meinte Engel und forderte auch auf, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. ▪ Yvonne Pfannschmidt

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