Wilde Tiere zum Anfassen

Natur begreifen: Anna (9) und Daniel (6) von der Lindenhofschule waren gestern zu Gast beim Hegering in Schalksmühle. Dort konnten sie Felle, Tannenzapfen & Co. ertasten. ▪ Weber

HALVER ▪ Hören, sehen, verstehen: An der Lindenhofschule findet zurzeit eine Waldwoche statt. Gestern waren zwei Klassen deshalb zu Gast in der Jagdausstellung des Schalksmühler Hegerings – und sahen sich Wildschwein, Fuchs & Co. an.

„Das kleine Rehkitz da ist richtig niedlich“, sagt Anna (9) und zeigt auf das winzige, ausgestopfte Wesen. Aber das große Wildschwein sei schon ein wenig unheimlich. Anna und ihre Mitschüler wollen alles über die Waldbewohner wissen. Und Jürgen Schmidt vom Hegering Halver kennt die Antworten: „Wenn ihr so einer Bache mal in der freien Natur begegnet, dann solltet ihr dieser schnell aus dem Weg gehen. Wegen ihrer großen Zähne sind die Wildschweine sehr gefährlich.“

Aber bevor die Lindenhofschüler gestern die Waldbewohner kennengelernt haben, schauten sie sich am Dienstag deren Lebensraum an – den Wald.

Ziel der Waldwoche ist es, die Kinder für die Natur zu sensibilisieren. Wie wichtig das ist, erklärt Klassenlehrerin Beate Brechtel: „Es gibt tatsächlich Kinder, die noch nie im Wald waren. Für die war der Ausflug eine völlig neue Erfahrung.“ Ein Mädchen habe sogar erzählt, dass auch ihre Mutter den Wald nicht kenne. Dank der Themenwoche hätten nun alle Kinder die Chance, die heimische Natur regelrecht zu begreifen: „Wir haben den Vögeln gelauscht, die Blätter untersucht und das Moos gefühlt“, erklärt Brechtel. Tiere hätten sie natürlich wenige gesehen.

Und deshalb stand auch der Besuch der Jagdausstellung auf dem Programm. Von nahezu jedem Tier – vom Uhu bis zum Eichhorn – gibt es einen ausgestopften Vertreter zu sehen. Aber auch Geweihe, Felle und Gewehre sind dort ausgestellt. Klar, dass die Schüler auch wissen wollen, wie so ein Fell vom Tier entfernt wird. Und auch das erklärt ihnen Jürgen Schmidt.

In den kommenden Tagen stehen für die Lindenhofschüler noch weitere Ausflüge in den Wald, aber auch einiges an Theorie an: „Im Unterricht arbeiten wir das Erlebte natürlich auf und lernen noch mehr über den Wald“, sagt Beate Brechtel. Und: Jedes Kind hat ein Forscherbuch bekommen – das bietet Platz für Geschichten, Bilder und Zeichnungen.

Anna wohnt zwar in direkter Waldnähe und war dort schon oft spazieren. Die Neunjährige findet es aber trotzdem spannend, so viel neues über Tiere und die Natur zu lernen. ▪ Lisa Weber

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