Wildbestand im Griff

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Hegeringleiter Bernd Volkenrath und Klaus Kermes bewerten die Trophäen. ▪

HALVER ▪ „Der Anteil an Verkehrsverlusten ist zurückgegangen.“ Mit einem Blick auf die Jahreszahlen beim Rehwild kann Hegeringleiter Bernd Volkenrath nicht nur damit zufrieden sein, sondern auch wieder auf die Einhaltung des Abschussplans verweisen.

307 „Stück Rehwild“ waren von der Unteren Jagdbehörde zum Abschuss freigegeben, 314 sind es im maßgebenden Zeitraum von April vergangenen Jahres bis März dieses Jahres gewesen. 77 davon sind aber Fallwild, die Tiere sind beispielsweise tot aufgefunden worden, wobei 47 bei Verkehrsunfällen erlegt wurden. Im Vorjahresvergleich waren es noch 89, beziehungsweise 64.

Angesichts der Schweinepest und der Vielzahl von Wildschweinen in jüngster Zeit blickt der Hegering genau auf das Schwarzwild. Durch eine Rekordstrecke von 193 erlegten Tieren im Vorjahr hätten die Jäger bewusst sehr stark in die Population eingegriffen. Das Ergebnis: Aufgrund des ausgedünnten Bestandes beläuft sich die Strecke jetzt auf 103 „Stück Schwarzwild“. In Kombination mit den insgesamt sechs Impfungen im vergangenen Jahr hätte man erreicht, dass die Gefahr der Übertragung der Schweinepest „fast auf null“ reduziert wurde, wie Hegeringleiter Volkenrath unterstreicht.

Neben Reh- und Schwarzwild taucht in der Bilanz auch sonstiges Haarwild auf. Nach 204 Füchsen im Vorjahr sind es jetzt 198, die zur Strecke gebracht wurden, womit zugleich die Gefahr der Übertragung des Fuchsbandwurms auf den Menschen reduziert werden soll.

Erstmals wurden in den vergangenen zwölf Monaten auch Gänse und Kormorane bejagt – insgesamt zwölf Kanada- beziehungsweise Graugänse sowie 20 Kormorane. Bei den erlegten Ringeltauben sind es jetzt 201 statt 343 Tiere. „Die Zahl hängt von der Bewirtschaftung der Felder und der Wetterlage ab“, weiß Volkenrath.

Insgesamt zieht der Hegeringleiter ein positives Fazit des Jagdjahres. „Die Strecke ist leicht rückläufig, aber die Trophäenstärke ist leicht besser.“ Steigen würden aber außerdem die Anforderungen an ihn als Leiter als auch an die Pächter der Reviere. Dies hänge mit den Freizeitaktivitäten der Bürger oder auch freilaufenden Hunden auf der einen Seite zusammen, auf der anderen Seite mit den vielen Verordnungen und Pflichten. ▪ Marco Fraune

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