143 Jahre Realschule Halver

Wiedersehen mit vielen Ehemaligen beim Realschulfest in Halver

+
Die jüngeren Ehemaligen der Realschule trafen sich vor allem abends zur Party mit der Band XL Meier.

Halver – Großer Andrang in der Humboldtschule! Sämtliche Abschlussjahrgänge der sich in Auflösung befindlichen Realschule Halver waren am Samstag eingeladen zu einem großen Klassentreffen anlässlich des 143-jährigen Bestehens der Realschule Halver.

Während sich am Nachmittag vor allem die älteren Jahrgänge trafen, um in den Klassenräumen Schulfreunde wiederzusehen, Erinnerungen auszutauschen und in zwangloser Atmosphäre zu plaudern, kamen am Abend die jüngeren Ehemaligen in der Turnhalle zusammen, wo später zur Musik der Rock-Cover-Formation XL Meier gefeiert wurde. Wiedersehen, erinnern, essen, trinken und tanzen lautete die Devise.

Realschule kostete 14 Mark im Monat

Am Nachmittag trafen überwiegend die Älteren, zum Beispiel die ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs 1956, in der Schule ein. Insgesamt 14 Personen gehören dem Jahrgang heute noch an, die sich allerdings regelmäßig jedes Jahr zum Klassentreffen wiedersehen, das von Edgar Schmidt, Anke Nordmeier und Friedrich-Wilhelm Alberts immer wieder organisiert wird. Da bot es sich natürlich an, das ohnehin dieses Jahr stattfindende Treffen mit dem Realschulfest zu kombinieren.

Die Erinnerungen sprudelten aus den ehemaligen Mitschülern nur so heraus. Edgar Schmidt erinnerte sich zum Beispiel, wie viele seiner Mitschüler, daran, dass alle damals noch Schulgeld bezahlen mussten. „Immerhin 14 Mark waren das im Monat“, so Schmidt. Natürlich habe das dazu geführt, dass man die Bildung, die die Schule bot, als Jugendlicher auch zu schätzen wusste. Auch die originale Bierzeitung, die zum Schulabschluss im Jahr 1956 produziert worden war, hatte noch jemand mitgebracht. Die vielen Gedichte, die darin über Lehrer und Schüler getextet worden waren, sorgten für Spaß und Erheiterung.

Der Abschlussjahrgang 1956 trifft sich jedes Jahr, verband diesmal aber das Treffen mit dem Besuch des Realschulfestes.

Ein wenig enttäuscht zeigten sich Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge 1953/54, die auf der Liste der anwesenden Jahrgänge im Eingang der Schule, ebenso wie die noch älteren Jahrgänge, nicht mehr aufgeführt waren (die Liste reichte nur bis zum Abschlussjahrgang 1956 zurück). „Die haben uns einfach vergessen“, hieß es von einer Teilnehmerin, nur halb im Spaß.

Mit Helga Eicker war schließlich auch eine der wohl ältesten Teilnehmerinnen der Veranstaltung vor Ort, die ihren Abschluss in der Realschule Schalksmühle im Jahr 1948 machte. Ilse Schreiber war dagegen sowohl Schülerin (Abschlussjahrgang 1954) als auch Lehrerin an der Realschule Halver. Von 1970 bis 1996 unterrichtete sie die Fächer Deutsch und Religion an der Realschule sowie Musik als Neigungsfach. Zuvor war sie als Grundschullehrerin tätig und traf im Rahmen des Klassentreffens unter anderem auf Annette Borgert, eine ihrer einstigen Schülerinnen aus der Grundschule, die heute ebenfalls als Lehrerin arbeitet, allerdings an einer Förderschule in Bochum.

Schülerin und Lehrerin an der Realschule war Ilse Schreiber (links), unterrichtete aber auch an der Grundschule. Dort war Annemarie Borgert eine ihrer Schülerinnen.

Ex-Rektor von vielen erkannt

Einer, der von vielen Kollegen sowie Schülerinnen und Schülern noch erkannt wurde, war Horst Wilhelm Klauke. Er war zunächst von 1939 bis 1943 Schüler der Realschule Halver, bevor er nach Lüdenscheid zum Zeppelin-Gymnasium wechselte, zwischendurch als Flakhelfer in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges eingesetzt wurde und schließlich 1949 sein Abitur machte. Lehrer an der Realschule Halver war Klauke dann von 1962 bis 1991, wobei er 1976 zum Konrektor und 1982 zum Rektor der Schule ernannt wurde. Diesen Posten bekleidete er dann bis zum Ruhestand 1991. Bis heute ist Klauke, der kaum ein paar Schritte durch die Schule gehen konnte, ohne von ehemaligen Schülerinnen und Schülern erkannt zu werden, noch im SGV aktiv.

Derartige Begegnungen gab es zuhauf im Rahmen des Klassenfestes, das wohl die letzte Möglichkeit für die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Realschule Halver darstellte, in dieser Form zusammenzukommen. Am Abend füllte sich dann die Turnhalle der Humboldt-Schule, wo die Band XL Meier ehrlichen Rock aus mehreren Jahrzehnten Musikgeschichte präsentierte. Dabei ließ es sich hervorragend reden, singen, tanzen und feiern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare